Die häufigsten Ursachen von Kopfschmerzen und Tipps zur Linderung

Ein braunhaariger Mann hält sich beide Hände an sein schmerzverzerrtes Gesicht, um seine Schläfen zu massieren. Er kneift dabei beide Augen fest zusammen. Ob Nackenschmerzen, Augenerkrankung oder Kieferprobleme: Kopfschmerzen können viele verschiedene Ursachen haben. | © Damir Khabirov - stock.adobe.com

Es gibt viele verschiedene Arten von Kopfschmerzen. Rund 180 unterschiedliche Ausprägungen sind bekannt, wobei Migräne und Spannungskopfschmerzen am geläufigsten und verbreitetsten sind. Die Ursachen für die einzelnen Kopfschmerzerkrankungen sind mindestens ebenso zahlreich. Dadurch ergeben sich auch verschiedene Ansätze, was Behandlung und Prävention betrifft. Somit ist es wichtig, nicht nur die Art des Schmerzes zu bestimmen, sondern auch seine Ursachen genau erkunden.

Der Unterschied zwischen primären und sekundären Kopfschmerzen

Es gibt einen Unterschied zwischen primären und sekundären Kopfschmerzen. Die primären Kopfschmerzen sind dabei deutlich weiterverbreitet und auch die beiden genannten häufigsten Ausprägungen Migräne und Spannungskopfschmerz fallen in diese Kategorie. Es gibt viele Fälle, in denen sich der eigentliche Auslöser des Schmerzes nicht ermitteln lässt. Bestimmte Risikofaktoren oder Verhaltensweisen können allerdings zu einer Attacke führen. Auf die wichtigsten Auslöser wird im weiteren Verlauf dieses Artikels noch ausführlicher eingegangen.

Sekundäre Kopfschmerzen treten hingegen deutlich seltener auf. Sie entstehen meistens als Resultat einer anderen Erkrankung, einer Unverträglichkeit oder einer falschen Behandlung. Ihre Auslöser lassen sich in der Regel deutlich einfacher und oftmals auch zweifelsfrei identifizieren, wodurch eine zielgerichtete Behandlung und dadurch Linderung möglich ist.

Die Ursachen von primären Kopfschmerzen

Flüssigkeitsmangel

Primäre Kopfschmerzen können unter anderem ausgelöst werden, wenn der Körper seine Flüssigkeitsreserven aufgebraucht hat. Hat der Organismus nicht genügend Wasser, wird das Blut dickflüssiger und das Gehirn erhält zu wenig Sauerstoff. Der Körper reagiert quasi als "Warnruf" mit Kopfschmerzen. Um diesem Problem vorzubeugen, sollte die Flüssigkeitszunahme nie vernachlässigt werden. Erwachsene benötigen in etwa zwei Liter pro Tag, bei Kleinkindern reicht oft auch ein Liter. Beim Sport oder an heißen Tagen hat der Körper häufig einen deutlich höheren Bedarf.

Stress und seelische Probleme

Auch Stress und seelische Probleme äußern sich bei vielen Menschen durch Kopfschmerzen. Grund dafür ist in den meisten Fällen die fehlende Erholung. Kommt der Körper zum Beispiel nach einem stressigen Arbeitstag nicht zur Ruhe, sind Kopfschmerzen nicht selten die Reaktion. Auch Schlafmangel und Verspannungen können Kopfschmerz begünstigen. Gerade bei derart gelagerten Ursachen ist die Vermeidung nicht immer ganz einfach. Neben Entspannungsübungen und ausreichenden Erholungszeiten kann professionelle Hilfe notwendig sein.

Wetterumschwünge

Viele Menschen bezeichnen sich selbst als wetterfühlig. Vor allem im Frühling und Herbst, wenn Wetter und Temperaturen schwanken, sind Kopfschmerzen eine verbreitete Reaktion. Die genauen Ursachen dafür sind häufig nicht genau zu bestimmen, fehlender Luftaustausch oder die sogenannten Schwerewellen können allerdings Gründe für die Schmerzen sein. Um sich zu schützen, können Betroffene sich durch regelmäßige Aufenthalte an der frischen Luft, ausreichend Schlaf sowie Saunagänge und Wechselduschen auf wechselhafte Phasen vorbereiten.

Daneben können zahlreiche weitere Faktoren primäre Kopfschmerzen auslösen. Darunter fallen unter anderem diese Ursachen:

● Hitze (zum Beispiel durch Hitzschlag oder Sonnenstich)

● Lärm

● Unterernährung

● Hormonelle Unregelmäßigkeiten während der Menstruation

● Äußerer Druck auf den Kopf, zum Beispiel durch einen schlechtsitzenden Helm

● Übermäßiger Alkoholkonsum und der darauffolgende Kater

Die Auslöser für sekundäre Kopfschmerzen

Sekundäre Kopfschmerzen sind zwar insgesamt seltener, können aber ebenfalls durch verschiedene Ursachen hervorgerufen werden. Sie entstehen zumeist durch eine andere Erkrankung oder Beschädigung.

Nackenschmerzen

Muskelverspannungen im Nackenbereich sind zum Beispiel ein bekannter Auslöser für Kopfschmerz. Bei ersten Anzeichen ist Wärme eine gute Methode, um den Nacken und damit auch den Kopf zu entspannen. Auch Schmerzmittel sind in diesem Fall hilfreich. Bei langanhaltenden Problemen kann eine Physiotherapie hilfreich sein.

Zahn- und Kieferprobleme

Auch durch den Kauapparat können Kopfschmerzen ausgelöst werden. Bruxismus (Zähneknirschen), entzündete oder schiefe Zähne sowie eine craniomandibuläre Dysfunktion (Unter anderem bekannt als CMD, eine Fehlstellung des Kiefers) äußern sich häufig auch durch starke Kopfschmerzen. Abhilfe schaffen tägliche Zahnpflege, der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt oder der Zahnärztin und ein umfassender Versicherungsschutz.

Hirnschäden

Erkrankungen oder Schädigungen des Gehirns können sich ebenfalls durch Kopfschmerzen äußern. Enzephalitis (Entzündung des Gehirns), Meningitis (Hirnhautentzündung), Gehirnerschütterungen sowie Hirnblutungen und Tumore führen meist zu Kopfweh. Treten die Schmerzen unerwartet und regelmäßig auf, sollte daher ein Arzt oder eine Ärztin konsultiert werden, um mögliche Erkrankungen schnellstmöglich auszuschließen oder zu behandeln.

Probleme mit den Augen

Augenprobleme haben mitunter auch Kopfschmerzen zur Folge. Das betrifft einerseits Sehschwächen, die nicht oder nicht richtig korrigiert werden. Auch Augenkrankheiten wie der Grüne Star können ein Auslöser sein. Diese erhöhen den Innendruck im Auge und das resultiert manchmal in Kopfschmerzen. Auch in diesen Fällen ist der Gang zum Arzt oder zur Ärztin wichtig.

Infektionserkrankungen

Eine bekannte Begleiterscheinung von Infektionserkrankungen wie Influenza oder der Nasennebenhöhlenentzündung sind Kopfschmerzen. Zur Linderung sind Ruhe und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig. Zusätzlich kann ein leichtes Schmerzmittel hilfreich sein. Nach Absprache mit dem Hausarzt oder der Hausärztin können auch weitere Arzneimittel eingesetzt werden, um beispielsweise die Infektion zu bekämpfen.

Es gibt noch zahlreiche weitere Gründe für sekundäre Kopfschmerzen. Dies sind die wichtigsten:

● Bluthochdruck

● Blutarmut

● Stoffwechselerkrankungen

● Unverträglichkeit eines Medikaments

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