Auf allen Vieren zur Traumfigur? Trendsport “Crunning“

Crunning fotolia  c mooshnyznj3ua

Krabbeln – dabei denken wir im Normalfall an Babys und Kleinkinder. Doch wenn sich jetzt plötzlich auch Erwachsene auf allen Vieren durch die Gegend bewegen, sind diese nicht etwa betrunken, sondern einfach nur begeistert vom neuen Fitnesstrend aus Australien.

Das hört sich zunächst einmal ziemlich bizarr an – aber machen Sie sich selbst ein Bild von der außergewöhnlichen Sportart.

Was genau ist Crunning?

“It’s not crawling, it’s not running … it’s crunning”. Eine Mischung aus Krabbeln und Rennen also. So beschreibt es der Australier Shaun McCarthy, der sich als Erfinder dieses Trends bezeichnet und seit einiger Zeit auf seiner Facebook-Seite ganze Gruppen dazu motiviert, sich auf allen Vieren fortzubewegen.

Der Gedanke dahinter ist, sich wieder auf seine allerersten Fortbewegungsversuche zurückzubesinnen. Schließlich bauen Babys durch das Krabbeln ihre komplette Muskulatur auf. Warum also sollten sich nicht auch Erwachsene diesen enormen Kräftigungseffekt zunutze machen? Ganz neu ist diese Erfindung allerdings nicht: Schon vor über 2000 Jahren sollen Mönche in China das Training auf allen Vieren zur Kräftigung der Rückenmuskulatur betrieben haben.
 

Die richtige Krabbel-Technik:

Die Umsetzung sieht nicht nur lustig aus, sondern ist eigentlich auch kinderleicht: Anders als beim richtigen Krabbeln läuft man auf den Füßen statt auf den Knien. Man platziert beide Hände auf Höhe seiner Schultern auf dem Boden, die Beinstellung ist dabei der Startposition beim Sprint nachempfunden.

Auch in zahlreichen Videos im Netz sieht man bereits Sportler die neue Sportart vorführen. Aber Vorsicht beim Nachmachen: Anfänger sollten erst einmal langsam beginnen und spätestens nach 50 Metern eine Pause einlegen.

 

Ist Crunning sinnvoll oder sogar gefährlich?

Wer jetzt glaubt, es handle sich beim Crunning nur um einen sinnlosen Gag, irrt. Nicht umsonst wird Crunning als Universaltraining für den ganzen Körper beworben: Durch die ungewöhnliche Art der Fortbewegung werden der Brustkorb, der Trizeps, die Deltamuskeln, der obere Rückenbereich und die Oberschenkel enorm gekräftigt. Nicht zuletzt gilt es auch als Patentrezept für einen knackigen Po.

Ein weiterer Pluspunkt ist der hohe Energieverbrauch beim Crunning. Der menschliche Körper verbrennt dabei bis zu 284 Kalorien innerhalb von 15 Minuten – optimal also, um dem Winterspeck den Kampf anzusagen. Ob man sich nun traut, auf Straßen oder in Parks zu krabbeln, ist die eine Sache, allerdings ist Crunning, auch was gesundheitliche Aspekte betrifft, nicht ganz unbedenklich.

Zum einen kann der immer nach oben gerichtete Kopf beim Laufen auf Dauer zu verspannten Halswirbeln führen. Zum anderen werden Hand- und Fußgelenke stark beansprucht. Wer in diesen Bereichen vorbelastet ist, sollte also besser die Finger von diesem Trend lassen.

 

Fazit: 

Die neue Massensportart wird Crunning vermutlich nicht werden, allein schon wegen der gewöhnungsbedürftigen Optik. Aber für alle, die keine Scheu haben, etwas Neues auszuprobieren und sich mal wieder so richtig auspowern wollen, ist Crunning eine interessante Alternative zum Joggen, die obendrein eine Menge Spaß machen kann. Für ein effektives Training erhalten Sie hier noch einige wichtige Informationen:

 

5 Tipps für Crunning-Anfänger:

- Tragen Sie Handschuhe und Helm, um sich vor Verletzungen zu schützen
- Suchen Sie sich Gleichgesinnte – Crunning im Team sorgt für mehr Spaß und weniger Schamgefühle in der Öffentlichkeit
- Wärmen Sie sich vorher ausreichend auf
- Achten Sie darauf, den Rücken möglichst niedrig zu halten
- Legen Sie regelmäßige Pausen ein

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren: