Superfood: Matcha

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Woher kommt Matcha?

Aus dem Japanischen übersetzt steht der Name schlicht für „gemahlenen Tee“. Der zu Pulver verarbeitete Tee wird mit heißem Wasser aufgegossen und getrunken. Wer es mal nicht ganz so gesund will, kann ihn auch zu Schokolade oder Eiscreme geben.

Bekannt ist Matcha bisher vor allem in Japan, wo er als sehr edler Tee mit aufwändiger Herstellung gilt. Um ihn zu gewinnen, pulverisieren die Hersteller die Teesorte Tencha und seltener auch Gyokuro. Der qualitativ hochwertigste Matcha stammt dabei aus dem japanischen Uji in der Kyōto Region. Aber auch international nimmt seine Popularität so langsam Fahrt auf – nicht zuletzt wegen der vielen positiven Wirkungen, die man ihm nachsagt.

Was kann der Matcha-Tee?

Dank der Pulverisierung und der Verwendung von ganzen Teeblätter können die enthaltenen Antioxidantien und Vitamine besonders gut genutzt werden. Und davon gibt es im Matcha nicht gerade wenige: Vitamin A, B, C und E greifen dem Immunsystem unter die Arme. Aminosäuren beruhigen und entspannen den Körper. Wegen seines hohen Koffeingehalts macht Matcha nicht nur gesund, sondern auch wach. Stoffwechselaktivität, Aufmerksamkeit und Konzentration klettern nach oben. Appetit und Cholesterinspiegel schrumpfen. Zusätzlich soll das Wundergetränk auch noch den Alterungsprozess verlangsamen.

Ist Matcha nun ein Superfood?

Jein. Zwar wirkt sich Grüner Tee unbestritten vorteilhaft auf die Gesundheit aus, noch gibt es aber keine Studien, die Matcha eine positivere Wirkung nachweisen als den anderen Sorten. Die Grünen Tees Sencha und Gyokuro beispielsweise beeindrucken mit ähnlicher und teilweise noch besserer Wirkung. Leider ist Matcha auch sehr teuer – 30 Gramm können bis zu 40 Euro kosten. Dazu kommt, dass das feine Pulver nicht lange frisch bleibt. Aufpassen müssen Gesundheitsbewusste auch beim Kauf. Mittlerweile sind neben dem hochwertigen Matcha auch viele gestreckte Produkte im Umlauf. Außerdem: Häufig wird von Pestiziden belasteter Matcha verkauft. Matcha ist also nicht gleich Matcha. Im Handel sollte man deshalb nur zu Tee aus kontrolliertem, biologischem Anbau greifen.