Selfcare - warum Selbstfürsorge so wichtig ist

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Schaumbäder, Gesichtsmasken und Duftkerzen, so weit das Auge reicht: Geben wir auf Instagram das Keyword Selfcare ein, werden uns knapp 57 Millionen Suchergebnisse mit solchen Bildern ausgespielt. Und auch fernab der Social-Media-Welt hören wir immer häufiger davon. Doch was steckt eigentlich hinter dem trendigen Hashtag?

Was bedeutet Selfcare?

Der englische Begriff Selfcare bedeutet auf Deutsch so viel wie Selbstfürsorge. Sie ist elementar für unser Wohlbefinden und umfasst den achtsamen Umgang mit unseren eigenen Bedürfnissen, Ressourcen und psychischen Kapazitäten. Bei dem Konzept geht es also um den fürsorglichen Umgang mit uns selbst. Selfcare ist deshalb kein Task auf einer To-Do-Liste, den wir einfach abhaken können, sondern eine Lebensaufgabe. Erlaubt ist dabei alles, was uns gut tut. Und wenn das ein Urlaub im Wellness-Hotel ist, dann ist das vollkommen okay.

Doch Selfcare kann auch anstrengend sein. Tief verankerte, negative Glaubenssätze und Verhaltensweisen loszuwerden, kann uns viel Zeit und Energie kosten. Doch in die eigene Selbstfürsorge zu investieren, führt langfristig immer zu mehr Wohlbefinden. Was Selfcare bedeutet, ist übrigens für jede und jeden von uns völlig individuell, hier einige Beispiele:

  • Den Müll rausbringen
  • Zur Vorsorgeuntersuchung gehen
  • Regelmäßige, gesunde Mahlzeiten essen
  • Frühzeitig ins Bett gehen und dem Körper die Ruhe geben, die er braucht
  • Yoga oder Meditation
  • Zeit mit lieben FreundInnen verbringen
  • Toxische Beziehungen und Freundschaften beenden
  • Psychotherapie
  • Eine Verabredung absagen
  • Digital Detox (Handypausen einlegen)
  • Lernen, „Nein“ zu sagen und Grenzen zu setzen

So weit, so gut. Doch was passiert, wenn wir unsere eigenen Bedürfnisse über einen längeren Zeitraum hinweg vernachlässigen? Im schlimmsten Fall kann das dazu führen, dass wir das Stresslevel und die Erschöpfung so verstärken, dass wir krank werden.

Warum ist Selbstfürsorge so wichtig?

Vernachlässigen wir uns selbst, kann das auf Dauer schwerwiegende, negative Folgen für unsere körperliche und psychische Gesundheit haben. Von Antriebslosigkeit, Überforderung, Gereiztheit, Schlafproblemen, muskulären Verspannungen, Zähneknirschen in der Nacht bis hin zu Burnout und Depressionen, ist alles möglich.

Aktive Selbstfürsorge ist also zur Vorbeugung und unterstützender Behandlung von psychischen Erkrankungen enorm wichtig. In einer lauten, schnelllebigen, digitalen Welt, passiert es viel zu oft, dass wir uns selbst hintanstellen, sei es für den Job, die Beziehung, oder FreundInnen und Familie. Dabei hilft es niemanden, wenn wir selbst irgendwann so ausgebrannt sind, dass wir keine psychischen Kapazitäten mehr für die wirklich wichtigen Dinge im Leben haben. Ein „Ja“ zu anderen, sollte niemals ein „Nein“ zu uns selbst sein. Denn nur, wenn wir uns gut um uns selbst kümmern, können wir auch für andere da sein. 

Dieser Text wurde von unserer Redakteurin Tamara Todorovic verfasst.

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