Mausarm: Schmerzen bei zu viel Arbeit am PC

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Wie gebannt schauen wir auf den Bildschirm. Die Anspannung wird größer und die Hand krallt sich fester um die PC-Maus, immer bereit für den nächsten Klick. Ob nun für die Arbeit, um zu Zocken oder einfach beim Surfen, dass wir viel Zeit vor einem Computer verbringen ist keine Seltenheit. Und das hat Folgen.

Schmerzen in Handgelenk und Arm, aber auch Probleme mit Schultern oder Nacken werden immer verbreiteter. Experten nennen die Beschwerden inzwischen Mausarm, früher auch „Sekretärinnen-Krankheit“, und raten zu Gegenmaßnahmen.

Der Mausarm fängt harmlos an

Die Repetive Strain Injury (RSI) ist besonders unter Menschen, die viel am PC arbeiten verbreitet. Da oft die rechte Hand, die die Maus bedient, betroffen ist, hat sich auch der umgangssprachliche Begriff Mausarm durchgesetzt. Er beginnt meist mit einem leichten Kribbeln oder kurzfristigen Schmerzen direkt nach der Computer-Zeit. Nach und nach schleichen sich die Beschwerden in den Alltag: etwa beim Schalten im Auto, beim Putzen des Badezimmers oder auch in der Nacht. Werden sie nicht behandelt, könnten die Schmerzen chronisch werden. Deshalb ist es ratsam, schon nach den ersten Anzeichen etwas dagegen zu unternehmen.

Hilfe bei akuten Problemen

Der erste Schritt gegen einen Mausarm ist immer schonen. Weniger Zeit am Computer lindert die Beschwerden am schnellsten. Ausreichend Pausen können ebenfalls helfen, die Muskeln zu lockern. Besonders nach einem langen Arbeitstag – nicht selten mit 8 Stunden vor dem Rechner – sollten Sie Maus oder Kontroller liegen lassen und lieber etwas anderes unternehmen. Leichte Bewegung, wie etwa ein Spaziergang, sorgen zusätzlich für Entspannung.

Auch während der Arbeit am PC können Sie etwas gegen den Mausarm tun. Entspannen Sie Nacken, Schultern, Arme und Handgelenk immer wieder bewusst. Denn oft führt eine falsche Haltung zur RSI, die korrigiert werden kann. Deshalb sollten Sie Ihre Anspannung und Ihre Sitzposition immer wieder überprüfen und wenn nötig anpassen.

Der Mausarm verschwindet nicht von selbst

Am besten bei einem Mausarm wäre es natürlich, sich höchstens noch kurz vor den Computer zu setzen. Da das für die meisten aber nicht möglich ist, sollten Sie stattdessen auf Abwechslung setzten.

Beispielsweise könnten Sie sich eine zweite Maus zulegen, die anderes geformt ist, und immer wieder durchtauschen. Oder Sie versuchen es mit der anderen Hand. In der Regel braucht es nur wenige Tage, bis sich der Körper an die neue Situation gewöhnt hat. Dann können Sie immer wieder wechseln, ohne langsamer zu werden. Die Abwechslung ist sehr wichtig, damit keine neuen Fehlhaltungen entstehen. Lassen die Beschwerden nach, können Dehn- und Kräftigungsübungen gegen den Mausarm helfen. Manche Experten raten auch zu speziellen Massagen. Bei starken Beschwerden sollten Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen und sich zu Ihren Möglichkeiten beraten lassen. Entscheidend dabei ist, dass Sie dranbleiben und langfristig etwas ändern. Sonst kommt die RSI wahrscheinlich wieder.