Kinder und ihre Augenvorsorge

Ein Junge steht vor einer Tafel mit unterschiedlich großen Buchstaben und hat eine Brille vom Augenarzt auf.
Ein Junge steht vor einer Tafel mit unterschiedlich großen Buchstaben und hat eine Brille vom Augenarzt auf. | © Pixel-Shot - stock.adobe.com

Die Augen spielen eine zentrale Rolle in der Entwicklung und im Alltag eines Kindes. Daher sollten sich die Eltern, auch vorsorglich, um die Augengesundheit des eigenen Kindes kümmern um sicherzustellen, dass mögliche Erkrankungen rechtzeitig erkannt und behandelt werden können. 

Die Augenvorsorge für Kinder hat eine sehr große Priorität und sollte bei den Eltern einen hohen Stellwert haben. Hierbei kann der Augenarzt oder die Augenärztin feststellen, ob Sehfehler bei Kindern vorliegen. Da die meisten Beeinträchtigungen einfach und unkompliziert behandelt werden können, haben die betroffenen Kinder große Chancen auf eine normale Entwicklung des Sehvermögens. 

Wird die Augenvorsorge hingegen vernachlässigt, kann es früher oder später das Sehvermögen nachhaltig schädigen und beeinflussen.

Warum spielt die Augenvorsorge vor allem in den ersten Lebensjahren eine wichtige Rolle?

Eltern sollten mit ihren Kindern schon vor dem Grundschulalter zu einem Augenarzt oder einer Augenärztin gehen. Die Sehfähigkeit entwickelt sich vor allem in den ersten fünf bis sechs Lebensjahren und sollte daher rechtzeitig kontrolliert werden. In diesem Zeitraum können die Sehfehler meist auch erfolgreich korrigiert werden. Vorsoge ist immer besser als Nachsorge.

Welche Augenkrankheiten können Kinder haben?

Besonders häufig kann bei Kindern folgendes auftreten: 

  • Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit  
  • Stabsichtigkeit
  • Schielen 
  • Schwachsichtigkeit

Neben diesen Sehfehlern und Beeinträchtigungen kann es auch vorkommen, dass Kinder angeborene Augenerkrankungen aufweisen, die – sofern rechtzeitig gehandelt wird – gut behandelt und in vielen Fällen behoben werden können.

Folgende Erkrankungen können angeboren sein und das Auge bzw. die Sehfähigkeit beeinflussen:

  • Netzhauttumor 
  • Grauer Star 
  • Netzhautschäden (vor allem bei frühgeborenen Babys) 
  • Tränenwegverschluss 
  • Kindliches Glaukom

Was passiert, wenn die Augenvorsorge bei Kindern vernachlässigt wird?

Es kann durchaus vorkommen, dass einiges an Zeit vergeht, bis Kinder Symptome eines Fehlers, einer Beeinträchtigung oder einer Krankheit an den Augen bemerken. Aus diesem Grund ist auch hier Vorsorge besser als Nachsorge.

Eine gründliche Vorsorgeuntersuchung bei Kindern kann dazu beitragen, dass mögliche Fehler, Beeinträchtigungen oder Krankheiten rechtzeitig erkannt und behandelt werden.

Eine Beeinträchtigung des Sehvermögens geht jedoch oft mit weiteren Folgen einher, sofern sie weder diagnostiziert noch behandelt wird:

  • Kinder leiden unter Lernschwächen.
  • Sie zeigen Verhaltensauffälligkeiten.
  • Sie weisen stärkere ADS-, ADHS und auch Legasthenie-Symptome auf. 

Trotzdem bestehen bis dem 6. Lebensjahr eines Kindes sehr hohe Chancen darauf, Augenerkrankungen vollständig therapieren zu können. Auch bis zu dem 12. Lebensjahr gibt es viele Möglichkeiten, Krankheiten in diesem Bereich positiv zu beeinflussen.

Wann sollten die Untersuchungen für die Augenvorsorge erfolgen?

Bei (Augen)vorsorgeuntersuchungen sind Eltern nicht auf sich alleine gestellt. Wer detailliertere Informationen sucht, kann sich für diese Zwecke vertrauensvoll an den behandelnden Kinderarzt oder die behandelnde Kinderärztin wenden.

Generell gilt jedoch, dass Vorsorgeuntersuchungen für die Augengesundheit in den folgenden Zeiträumen erfolgen sollten: 

  • Zwischen dem 6. und dem 12. Lebensmonat 
  • Mit drei Jahren 
  • Vor der Einschulung

Zudem ist es empfehlenswert, regelmäßige Kontrollen durchzuführen, um sicherzustellen, dass das Kind nicht nur scharf sieht, sondern auch problemlos räumlich sehen kann.

Was passiert bei der Augenvorsorge für Kinder genau?

Eltern sollten sich vor der ersten Vorsorgeuntersuchung ausreichend informieren und einen Augenarzt oder eine Augenärztin wählen, der oder die ihnen ein gutes und beruhigendes Gefühl vermittelt.

Anschließend ist es sinnvoll, sich im Voraus damit zu beschäftigen, welche Untersuchungen stattfinden. Wer sich bereits mit dem Ablauf einer solchen Augenvorsorgeuntersuchung auseinandersetzt, kann während der tatsächlichen Untersuchung entspannter sein und auch dem Kind besser beistehen.

Bei Augenvorsorgeuntersuchungen wird unter anderem folgendes geprüft:

  • Sehvermögen 
  • Augenbeweglichkeit 
  • Pupillenreaktion 
  • Augenstellung 
  • Zusammenarbeit der beiden Augen 
  • Nahanpassungsfähigkeit der Augen 
  • Farbsehen und Kontrastsehen

Mit diesen Untersuchungen stellen Augenärzte und Augenärztinnen fest, ob und, wenn ja, inwiefern ein Fehler, eine Beeinträchtigung oder eine Krankheit vorliegt, um anschließend die entsprechenden Maßnahmen für die Behandlung einzuleiten.

Fazit

Eine regelmäßige Augenvorsorge ist für Kinder von großer Bedeutung, um mögliche Sehfehler oder Augenerkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Durch rechtzeitige Untersuchungen kann sichergestellt werden, dass sich die Sehfähigkeit optimal entwickelt und das Kind keine langfristigen Beeinträchtigungen erleidet. Eltern sollten daher die empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen ernst nehmen und sich bei Fragen an Fachärzte und Fachärztinnen wenden. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können dazu beitragen, das Sehvermögen des Kindes nachhaltig zu schützen und seine Lebensqualität zu verbessern.

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