Kaffee war gestern – 5 gesunde Wachmacher

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Gehören Sie auch zu den Menschen, die morgens vor der ersten Tasse Kaffee nicht ansprechbar sind? Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2017 brauchen 75,1 % der Deutschen mindestens eine Tasse Kaffee, um morgens wach zu werden. Danach folgen einige weitere, um auch im Laufe des Tages fit zu bleiben. Doch es gibt viele gute Gründe, nach einer Alternative zu den schwarzen Bohnen zu suchen: Denn Kaffee macht den Körper abhängig, kann die Nieren schädigen und erhöht den Blutdruck. Und manchen schmeckt schlicht und einfach das intensive Kaffeearoma nicht. Diese 5 leckeren Alternativen sollten Sie unbedingt als gesunde Wachmacher ausprobieren!

 

1. Erfrischend einfach: Zitronenwasser

Einen schnellen Wacheffekt zu erzielen, ist leichter als man denkt! Ein halber Liter lauwarmen Wassers gemischt mit dem Saft einer Zitrone ergibt ein wahres Wundergetränk. Trinken Sie gleich nach dem Aufstehen ein Glas davon. Die Säure in der Zitrone regt den Kreislauf an und sorgt dafür, dass Sie sich sofort wach und erfrischt fühlen. Zitronen helfen Ihnen, sich besser zu konzentrieren und können sogar Angst und Depressionen den Kampf ansagen. Die positiven Auswirkungen auf das Immunsystem sind bereits allgemein bekannt, denn durch den hohen Vitamin C-Gehalt wirkt es entzündungshemmend sowie vorbeugend bei Erkältungen. Ein willkommener Nebeneffekt des Zitronenwassers ist außerdem, dass es den Körper aktiv beim Abnehmen unterstützt. Es wirkt appetitzügelnd und regt die Verdauung an.

 

2. Eine exotische Alternative: Der Matcha Latte

Wer gerne Latte Macchiato trinkt, wird vermutlich auch Gefallen an diesem außergewöhnlichen Getränk finden. Übersetzt bedeutet Matcha „gemahlener Tee“. Dieser Tee ist in Pulverform erhältlich, es besteht aus gemahlenen Blättern der japanischen Tencha-Teepflanze. Aufgrund seines Koffeingehaltes gilt Matcha als der Trend bei den Kaffee-Alternativen. Ein großer Vorteil gegenüber herkömmlichen Kaffee ist, dass das Koffein dank der enthaltenen Gerbstoffe und Aminosäuren Schritt für Schritt ins Blut aufgenommen wird. Somit entfällt das berüchtigte Energietief nach dem ersten Kaffee, die belebende Wirkung ist sanfter und hält viel länger an. Statt der vom Kaffee bekannten inneren Unruhe hat Matcha also Ausgeglichenheit von Körper und Geist zur Folge. Auch für die Gesundheit ist das Grüne Pulver aus Japan äußerst förderlich, denn es enthält viele Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe und wertvolle Bitterstoffe.

Zubereitung:
Gießen Sie einen Esslöffel des Matcha-Pulvers mit 50 ml heißem Wasser auf. Mit einem Bambusbesen, der meist bei der gekauften Teepackung dabei ist, schlagen Sie den Tee schaumig. Zu guter Letzt kommt noch schaumig geschlagene Milch dazu. Hier können Sie ganz normale Kuhmilch nehmen, besonders lecker wird er aber auch mit Mandel-, Soja- oder Reismilch.

 

3. Der scharfe Energie-Kick: Ingwer-Tee

Der Schärfe der Ingwerknolle kann Ihre Müdigkeit nicht lange standhalten! Für die Zubereitung nehmen Sie je nachdem, wie scharf Sie es mögen, ein 1 bis 3 Zentimeter langes Stück Ingwer und schneiden es in Stücke. Diese überbrühen Sie dann mit einem Liter heißen Wassers und lassen das Ganze eine Weile ziehen. Je nach Geschmack können Sie es auch noch mit etwas Honig oder Zitrone verfeinern. Ingwer gilt nicht umsonst als eines der gesündesten Lebensmittel überhaupt. Er regt die Verdauung an und hilft bei Schmerzen oder Übelkeit. Ein großer Pluspunkt gegenüber dem Kaffee ist noch dazu, dass er viel bekömmlicher für den Magen ist.

 

4. Grasgrüner Muntermacher: Weizengras

Als Weizengras bezeichnet man die drei bis sechs Wochen alte grüne Weizenpflanze, bevor sie richtige Halme und Ähren bildet. Darin ist besonders viel Chlorophyll enthalten, was den Körper wach macht. Noch dazu liefert Weizengras eine Menge Vitamin A, E und B 12 und vielfältige Antioxidantien. Das pure Gras ist in größeren Mengen nicht sehr bekömmlich.

Unser Tipp: entsaften Sie das frische Weizengras und machen mit Obst und Gemüse einen leckeren grünen Smoothie! Wer das giftgrüne Gras zum ersten Mal probiert, wird positiv überrascht sein – es schmeckt tatsächlich eher süß und fruchtig! Weizengras gibt es fertig als Pulver oder Saft zu kaufen, am besten und günstigsten ist es jedoch, es selbst anzubauen. Das ist vollkommen unkompliziert, denn Weizenkörner keimen sehr schnell. Innerhalb weniger Wochen ist Ihr eigenes saftiges Weizengras herangewachsen.

 

5. Traditionsgetränk aus Südamerika: Mate-Tee

Menschen auf dem südamerikanischen Kontinent trinken Mate-Tee schon seit Jahrhunderten zum Wachwerden. Auch bei uns hat sich Mate in den letzten Jahren etabliert, beispielsweise in Form des Getränks Club-Mates. Im Gegensatz zu dem richtigen Tee enthalten derartige Getränke jedoch meist viel Zucker und sind deshalb als gesunder Muntermacher weniger geeignet. Der traditionelle Mate-Tee besteht aus den getrockneten, zerkleinerten Blättern des Mate-Strauchs. Mit heißem Wasser zubereitet ergeben sie ein süß-saures Getränk mit einer intensiven Rauchnote.  Das Aroma ist sehr außergewöhnlich, aber definitiv einen Versuch wert. Mate kurbelt den Kreislauf und den Stoffwechsel an und sorgt für eine höhere Konzentrationsfähigkeit. Auch der positive Effekt auf die Gesundheit ist nicht zu verachten. Der Tee ist ein guter Vitaminlieferant, so enthält er unter anderem viel Vitamin A, B1, B2 und Vitamin C.

 

Wenn Sie sich jetzt fragen, wo bei den ganzen fruchtigen Getränken das gute alte Kaffee-Aroma und der verführerische Duft bleibt, haben wir noch eine gute Nachricht: Lupinenkaffee! Der Kaffee aus Lupinen-Samen kommt dem Geschmack von herkömmlichen Kaffee sehr nahe. Im Gegensatz dazu enthält er kein Koffein. Dafür besitzt er aber einen hohen Proteingehalt und überzeugt mit zahlreichen essenziellen Aminosäuren und Magnesium. Somit ist er um einiges gesünder für den menschlichen Organismus, glutenfrei und noch dazu bei uns in Deutschland heimisch. Optimal also, wenn Sie dauerhaft auf Koffein als Wachmacher verzichten möchten, sich den Genuss einer leckeren Tasse Kaffee aber nicht entgehen lassen wollen.