Goldene Milch: Das Herbstgetränk aus dem mittleren Osten

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Die Tage werden kürzer und die Blätter verfärben sich. Der Herbst steht vor der Tür. Mit den kalten Temperaturen steigt aber auch die Zahl infektiöser Erkrankungen wieder deutlich an, wodurch das Immunsystem sehr gefordert wird.

Hierfür bietet sich die sogenannte Goldene Milch oder auch Kurkuma Latte an.

Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Milch und Kurkuma, die das Immunsystem stärken soll. Außerdem kann dieses Getränk als Wachmacher fungieren und antibakteriell bzw. antiviral wirken.

Was genau ist Goldene Milch?

Das Superfood-Getränk aus Indien stammt aus der ayurvedischen Heilkunde und soll eine positive Wirkung auf Körper und Geist haben.

Die Goldene Milch verdankt ihren Namen der gelb goldenen Farbe der Kurkuma. Sie bietet eine gesunde Alternative zu Kaffee und Desserts und ist ebenfalls rein pflanzlich genießbar. Auch mit Pfeffer oder Ingwer kann hier bei Bedarf aromatisiert werden. Wer sie allerdings der gesunden Wirkung wegen trinkt, sollte sowohl auf Honig als auch auf Kuhmilch verzichten.

Das in der Kurkuma-Wurzel enthaltene Curcumin ist der wohl am besten untersuchteste Pflanzenwirkstoff in der Wissenschaft und für den Gesundheitsboost verantwortlich.

Wie wirkt das Superfood-Getränk?

Insbesondere in einer kalten Jahreszeit ist es wichtig ein gestärktes Immunsystem zu haben.

  • Das enthaltene Curcumin stärkt die Abwehr und wirkt dadurch antibakteriell und antiviral. Zudem kann es Magenbeschwerden vorbeugen und die Verdauung fördern.
  • Der Pflanzenstoff soll entzündungshemmend wirken und im Zusammenspiel mit dem im Pfeffer enthaltenen Piperin eine 20-fach höhere Absorbation des Curcumins im Körper bewirken.
  • Zudem kann er aufgrund seiner antioxidativen Wirkung für eine verlangsamte Hautalterung sorgen. So wird das gesunde Gewebe vor äußeren Umwelteinflüssen geschützt.
  • Curcumin kann also die Wundheilung verbessern, Hautentzündungen und –infektionen, wie zum Beispiel Akne, Schuppenflechte und Ekzemen, reduzieren.
  • Eine weitere Eigenschaft ist die wachmachende und fördernde Gedächtnisleistung. Dies ist möglich durch die erhöhte Ausschüttung des neuronalen Wachstumshormons BDNF, welches für die Bildung der Nervenzellen im Gehirn verantwortlich ist.

Welche Nebenwirkungen hat die Goldene Milch?

Schwangere sollten die Goldene Milch meiden, da der darin enthaltene Ingwer wehenfördernd wirken kann.

Eine zu hohe Dosierung des Curcumins kann außerdem Durchfall und Magenbeschwerden auslösen und die Bildung von Gallen- und Nierensteinen begünstigen.

Fazit: Gesund, aber in Maßen

Die Goldene Milch ist dann gesund, wenn sie ungesüßt und weder mit Hafer- noch mit Kuhmilch verzehrt wird, da beide Getränke den Blutzuckerspiegel in die Höhe treiben können.

Mehrmals täglicher Konsum kann zu Nebenwirkungen wie Durchfall, Magenverstimmungen oder Nierensteinen beitragen.

Rezept

  • 300 ml Pflanzenmilch (wir empfehlen Mandelmilch)
  • ein Stück Kurkuma (zwei bis drei cm groß) oder einen EL Kurkumapulver
  • ein Stück Ingwer (ca. 2 cm groß - je mehr verwendet wird, desto schärfer wird das Getränk)
  • 1/2 TL Kokosöl
  • 1/4 TL Zimt
  • 1/4 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • eine kleine Prise gemahlene Muskatnuss
  • Zum Süßen: Datteln oder 1 TL Agavendicksaft

Zubereitung

  1. Alle Zutaten werden in einen Mixer gegeben und vermischt, bis eine feine Konsistenz entsteht.
  2. Wenn die Konsistenz nicht fein genug wird, kann die Kurkumamilch durch ein feines Sieb gegeben werden.
  3. Die Mischung in einem Topf kurz aufkochen und für zwei Minuten auf kleiner Stufe köcheln lassen.
  4. Nach Belieben den Kurkuma Latte anschließend mit einem Milchaufschäumer aufschäumen.

 

Dieser Text wurde von unserer Redakteurin Sophia verfasst.