Gesunde und saisonale Ernährung mit dem ÄRZTE.DE Saisonkalender

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Wer zu Weihnachten durch Obst- und Gemüsegänge diverser Supermärkte schlendert, findet dort neben aktuellen Sorten wie Kohl und auch Spargel und Erdbeeren – der Globalisierung sei Dank. Über den Geschmack dieser Erdbeeren lässt sich sicherlich streiten und auch der Spargel sieht eher fragwürdig aus. Wer sich gesund und umweltschonend ernähren möchte, sollte deshalb lieber zu saisonalem Obst und Gemüse greifen.

Saisonale Ernährung hat Vorteile für die Gesundheit

Einige Obst- und Gemüsesorten reifen nach, weshalb sie oft zu früh geerntet werden. Schließlich sollen sie auch nach ihrem langen Transportweg zu uns noch ansprechend aussehen. Dabei gehen allerdings sehr viele Nährstoffe verloren und vom Geschmack bleibt oft auch nicht viel übrig. Den idealen Gehalt an Vitaminen und anderen gesunden Pflanzenstoffen haben diese Waren nur zu einem bestimmten Reifepunkt. Dazu gehört auch, dass sie ausreichend lange Licht erhalten haben. Wer Salat erst im August statt im Frühling erntet, hat so auch mehr sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide auf dem Teller. Ein gutes Beispiel dafür ist auch die heimische Tomate, deren Vitamin C-Gehalt bis zu ein Drittel höher ist als dem einer importierten Gewächshaustomate. Wer sich an der Saison orientiert, liefert seinem Körper mit den wechselnden Obst- und Gemüsesorten automatisch die benötigten Nährstoffe – passend zur Jahreszeit.

Ein weiterer Minuspunkt für Importware oder Sorten, die gerade keine Saison haben, ist der höhere Nitratgehalt. Um auch in dunklen Jahreszeiten weiter zu wachsen und zu reifen, werden Treibhaussorten häufig mit zusätzlichem Düngemittel versorgt - zum Nachteil der Gesundheit.

Kaufen, was wächst - und das Klima schützen

Saisonales Obst und Gemüse aus der Region schmeckt nicht nur besser, es schützt auch das Klima. Unnötige Umweltbelastungen werden vermieden - etwa weiter Transport mit Flugzeug oder Schiff -und CO₂ gespart. Wer auf importierte Waren aus trockenen Regionen der Erde verzichtet, schützt damit auch die Ressource Wasser.

Tatsächlich ist es beim Obst aber schwierig nicht nur saisonal, sondern auch regional zu kaufen, da nur etwa ein Fünftel aus Deutschland stammt. Das Klima hierzulande ist oft rau und nicht geeignet für viele Obstsorten wie Zitrusfrüchte und die Wärme liebenden Bananen. Wer gerne Paprika und Tomaten isst, findet auch während der Saison in vielen Geschäften importierte Ware. Immerhin: Fast alle Gemüseimporte stammen aus benachbarten EU-Ländern wie den Niederlanden und Italien.

Noch mehr gute Gründe für saisonales Obst und Gemüse:

  • Wer Obst und Gemüse regional und während der Saison kauft, erhält nicht nur den besten Geschmack, sondern auch den besten Preis, denn während der Erntezeit kommt in kurzer Zeit viel Ware auf die Märkte. Die benachbarten Landwirte werden dabei auch noch unterstützt.

  • Die Globalisierung hat viel Gutes. Sie nimmt dem Menschen aber auch das Gespür für viele Dinge, die früher selbstverständlich waren wie den Jahreskreislauf der Natur. Welches Gemüse ist im Herbst reif und wann ist eigentlich die Zeit für Trauben? Eine saisonale Ernährung hilft, im Einklang mit den Jahreszeiten zu leben und die Produkte während der Erntezeit intensiver wahrzunehmen.

  • Immer nur Kohl im Winter? Falsch, - anders als gedacht, kann eine saisonale Ernährung durchaus abwechslungsreich gestaltet werden. Vor allem die internationale Küche wie die Asiens bietet eine große Palette an kreativen Ideen, auch für Kohl.

Mit unserem ÄRZTE.DE Saisonkalender wissen Sie immer genau, welches Obst und Gemüse gerade Saison hat:

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