Gesund trainieren im Fitnessstudio

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Bei schönem Wetter trainieren wir am besten draußen. Doch wird es kalt und ungemütlich, leeren sich auch die Joggingstrecken. Stattdessen verlegen viele das Training ins Fitnessstudio. Das hat viele Vorteile. Schließlich stehen dort alle nötigen Geräte bereit, ausgebildete Trainer können um Rat gefragt werden und der monatliche Beitrag sorgt für Motivation.

Ärzte und Experten sind vom Fitnessstudio-Trend weniger begeistert. Sie beklagen immer mehr Verletzungen. Besonders Billigketten und Gruppenkurse mit schlecht oder gar nicht ausgebildeten Trainern erhöhen das Risiko von einer Fehlbelastung. Damit Sie gesund und sicher trainieren, sollten Sie deshalb diese Punkte beachten.

Die Grundlagen für ein gesundes Training

1. Prüfen Sie Ihren Fitnessstand
Bevor Sie mit dem Training beginnen, sollten Sie immer Ihren Fitnesstand prüfen. Das gilt für Anfänger ebenso wie für Fortgeschrittene, die nach einer Pause oder ganz neu ins Fitnessstudio gehen. Vorerkrankungen und abgeheilte Verletzungen sollten dabei unbedingt mit einbezogen werden.
Waren Sie schon länger nicht mehr beim Arzt, sollten Sie sich dort durchchecken lassen. So vermeiden Sie, dass unentdeckte Beschwerden oder Erkrankungen durch das Training verstärkt werden.

2. Wählen Sie das richtige Fitnessstudio
Ein Fitnessstudio sollte alle Geräte haben, die Sie für ein umfassendes Training benötigen. Möchten Sie Kurse besuchen, sollten diese zu einer Zeit stattfinden, zu der Sie auch können. Außerdem sind die Trainer sehr wichtig. Sie sollten eine gute Ausbildung haben und als Ansprechpartner immer zur Verfügung stehen.

Für Anfänger ist außerdem eine fundierte und umfassende Einweisung entscheidend.

3. Bleiben Sie dran
Zu Beginn ist die Motivation groß, später lässt sie oft nach. Für ein sicheres und gesundes Training ist es aber wichtig, dass Sie es regelmäßig durchführen.
Nach einer längeren Pause sollten Sie deshalb keinesfalls weitermachen wie zuvor. Erstellen Sie einen neuen Trainingsplan und fangen Sie wieder mit leichten Übungen an.

4. Überprüfen Sie Ihr Training regelmäßig
Etwa alle drei Monate sollten Sie jemanden bitten, Ihr Training zu beobachten. Falsche Bewegungsabläufe können so immer wieder verbessert werden. Am besten dafür geeignet ist ein erfahrener Trainer. Dieser kann dann gleich auch Ihren Trainingsplan überarbeiten.

5. Lassen Sie sich Zeit
Die Muskeln gewöhnen sich relativ schnell an eine neue Belastung. Knorpel, Sehnen und Gelenke brauchen dagegen länger. Das Trainingsniveau sollte deshalb nicht zu schnell erhöht werden. Behalten Sie Ihre Routine auf jeden Fall einige Woche bei, bevor Sie die Schwierigkeit erhöhen.
Auch Pausen sind beim Training im Fitnessstudio sehr wichtig. Nur so hat der Körper Zeit, sich an die neuen Herausforderungen anzupassen.

6. Gehen Sie nicht krank trainieren
Regelmäßiges Training ist wichtig. Bei einer akuten Krankheit sollten Sie trotzdem eine Pause einlegen. Gerade bei Fieber oder Entzündungen braucht der Körper Ruhe. Auch wenn Sie Medikamente einnehmen, sollten Sie das Fitnessstudio lieber nicht besuchen. Im Zweifel fragen Sie am besten bei Ihrem Arzt nach, ob Sie weiter trainieren können.

7. Wagen Sie sich an Krafttraining und Cardio
Frauen glauben oft, dass Krafttraining wäre nichts für sie. Männer lassen häufig die Ausdauereinheiten aus. Doch Experten wissen, beides ist wichtig.
Vielen Krankheiten, wie etwa Osteoporose, kann Krafttraining am besten vorbeugen. Für unser Herz-Kreislauf-System ist zudem die Cardio, also das Ausdauertraining, entscheidend.

Das sollten Sie beim Training im Fitnessstudio beachten

1. Trainieren Sie ausgewogen
Ob Arme, Beine oder Rücken, alle Teile Ihres Körpers sollten gleichmäßig trainiert werden. Achten Sie außerdem darauf, die linke und die rechte Seite gleich zu belasten. Ein Trainingsplan kann Sie dabei unterstützen.

2. Führen Sie alle Bewegungen sauber ausFür ein erfolgreiches und gesundes Training ist es vor allem wichtig, dass Sie die Bewegungen korrekt ausführen. Neue Übungen sollten Sie sich von einem erfahrenen Trainer zeigen lassen und den Ablauf immer wieder überprüfen.

Wichtig ist außerdem, dass die Bewegungen fließend in einander übergehen und nicht kurz oder ruckartig werden.

3. Achten Sie auf die richtige Körperhaltung
Eine falsche Haltung sorgt nicht nur dafür, dass das Training nicht wie gewünscht wirkt, sondern kann auch zu Verletzungen führen. Achten Sie deshalb bei allen Übungen auf einen geraden Rücken, fallen Sie nicht ins Hohlkreuz und versuchen Sie, die Wirbelsäule stabil zu halten.

4. Fangen Sie klein an
Für den Trainingserfolg ist es entscheidend, dass Sie die Übungen mehrmals wiederholen. Beginnen Sie deshalb mit einer leichten Schwierigkeitsstufe, die Sie bis zum Ende korrekt ausführen können. Als Faustregel gilt: Je nach Übung sollten drei Sets mit 8-15 Wiederholungen möglich sein.

5. Atmen nicht vergessen
Beim Training halten wir oft unwillkürlich die Luft an. Dabei kann die richtige Atmung die Wirkung unterstützen. Atmen Sie bei Belastung aus und beim Lockerlassen ein.

6. Wärmen Sie sich auf
Einige Minuten auf Laufband oder Crosstrainer lassen den Puls in die Höhe schießen. Das reduziert Ihr Verletzungsrisiko.

7. Trinken Sie ausreichend
Beim Schwitzen verliert der Körper Flüssigkeit und Mineralstoffe. Deshalb sollten Sie Trainingspausen nutzen, um etwas zu trinken. Ebenso wichtig ist es, nach dem Fitnessstudiobesuch den Flüssigkeitshauhalt aufzufüllen, am besten mit Wasser oder Elektrolytdrinks.