Eine Frau beim Zahnarzt. Anpassung der Zahnfarbe mit Schablonen.
Delyan Kukurinkov

Delyan Kukurinkov

Zahnarzt

Seit 2016 schützt und erhält Delyan Kukurinkov die Zahngesundheit der Patienten und Patientinnen in seiner Zahnarztpraxis DAS ZAHNEPOS in Markt Berolzheim. Dabei legt er nicht nur Wert auf ein funktionales, sondern auch ein ästhetisch ansprechendes Ergebnis. Neben Implantaten, Endodontologie und Parodontologie ist er deshalb auch Spezialist für die ästhetische Zahnheilkunde.

Mithilfe von Schablonen kann die gewünschte Zahnfarbe getestet werden. | © Robert Kneschke - stock.adobe.com

Zahnverfärbungen entfernen: Woher kommen sie und wie werden Sie sie wieder los?

Die meisten natürlichen Zähne sind nicht strahlend weiß, sondern eher gelblich oder beige. Doch werden sie mit der Zeit braun oder immer gelber, wünschen sich viele Patienten und Patientinnen, die Zahnverfärbung zu entfernen.

Woher kommen die Verfärbungen? Lassen sie sich verhindern? Wie können Sie Zahnverfärbungen selbst oder in einer Zahnarztpraxis entfernen lassen? Zahnarzt Delyan Kukurinkov von Das ZAHNEPOS gibt Antworten.

Was sind Zahnverfärbungen?

Von Zahnverfärbungen sprechen wir bei Veränderungen der natürlichen Zahnfarbe, etwa wenn die Zähne dunkler, gelblicher, gräulicher oder fleckig erscheinen. Das kann ganz unterschiedliche Ursachen haben und ist nicht immer die Folge einer Erkrankung oder schlechter Mundhygiene.

Zahnverfärbungen können Warnzeichen sein

Verfärbt sich ein einzelner Zahn plötzlich grau oder dunkel, etwa nach einem Unfall, kann dies auf eine Schädigung des Zahnnervs hindeuten und sollte zahnärztlich abgeklärt werden. Auch wenn die Zahnverfärbungen in Zusammenhang mit Schmerzen oder anderen Beschwerden auftreten, ist ein Zahnarztbesuch ratsam.

Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass Zähne von Natur aus nicht reinweiß sind: Die sichtbare Zahnfarbe entsteht durch den Zahnschmelz und dem darunterliegenden Dentin, das von Natur aus gelblich gefärbt ist. Im Laufe des Lebens wird der Zahnschmelz dünner, weshalb im Alter die Zähne oft gelblicher erscheinen.

Zusätzlich kann es zu äußeren (extrinsischen) und inneren (intrinsischen) Verfärbungen kommen. Nahrungsmittel wie Kaffee oder Rotwein verfärben beispielsweise Beläge auf den Zähnen oder die Zahnoberfläche. Diese äußeren Verfärbungen sind meist leicht zu entfernen.

Bei inneren Verfärbungen sind dagegen Zahnschmelz und Dentin betroffen. Das kann etwa durch altersbedingte Prozesse, aber auch Medikamente oder Zahnnervenschäden ausgelöst werden. Hier ist die Behandlung in der Regel aufwändiger, die Verfärbungen lassen sich zudem nicht immer vollständig entfernen.

Ursachen für Zahnverfärbungen: Woher kommen braune Zähne

Die Ursache für Zahnverfärbungen ist oft entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung. Zum einen sollte sie beseitigt werden, damit es nicht erneut dazu kommt. Zum anderen entscheidet sie oft darüber, ob es sich um eine äußere eher oberflächliche oder um eine tiefere, innere Verfärbung handelt.

Ursachen für innere (intrinsische) Verfärbungen sind:

  1. Erkrankungen
    Besonders plötzliche Zahnverfärbungen eines Zahnes können ein Anzeichen für einen Zahnnerv-Schaden sein. Oft entstehen sie beispielsweise nach einem Unfall oder einer Entzündung. Diese müssen auf jeden Fall von einem Zahnarzt oder einer Zahnärztin zum Beispiel bei Das ZAHNEPOS behandelt werden. 
    Daneben können auch Stoffwechselerkrankungen wie Porphyrie oder ein starker Vitamin D Mangel Zahnverfärbungen verursachen.
    Wird die Zahnentwicklung bei Kindern verzögert oder behindert, kann sich das ebenfalls auf die Zahnfarbe auswirken. Ursache dafür können etwa schwere Infektionskrankheiten mit Fieber wie Masern oder Scharlach, Schilddrüsenunterfunktion sowie genetische Erkrankungen der Zahnhartsubstanz wie Dentinogenesis imperfecta und Kreidezähne sein.
  2. Medikamente
    Auch Medikamente können die Zahnentwicklung bei Kindern beeinflussen. Dazu gehören 
    Antibiotika aus der Gruppe der Tetrazykline. Die Farbveränderungen reichen von gelblich bis gräulich und sind meist dauerhaft.
    Bei zu viel Fluorid können durch die sogenannte Fluorose weißliche bis bräunliche Flecken auf der Zahnoberfläche entstehen. Eltern sollten allerdings nicht auf Fluorid in der Zahnpasta verzichten, da dies einen wichtigen Schutz gegen Karies darstellt. Vielmehr sollten sie auf die richtige Menge, angepasst an das Alter des Kindes achten.

    Bei Erwachsenen sind Zahnverfärbungen von Medikamenten vergleichsweise selten. Sie entstehen häufig schleichend und werden spät bemerkt. Auslöser sind etwa Eisenpräparate, und Antibiotika wie Tetrazykline und Doxycyclin.

  3. Alterungsprozesse
    Mit zunehmendem Alter verändern sich die Zähne und damit auch die Zahnfarbe. Der Zahnschmelz wird im Laufe der Jahre dünner, wodurch das darunterliegende, dunklere Dentin stärker durchscheint. Gleichzeitig lagern sich Farbstoffe aus der Nahrung in der Zahnsubstanz ein. Diese Zahnverfärbungen sind eine natürliche Entwicklung. Dennoch empfinden sie viele Patienten und Patientinnen als ästhetisch störend und wünschen sich eine Aufhellung.

Ursachen für äußere (extrinsische) Verfärbungen sind:

  1. Mundhygiene
    Zahnverfärbungen bedeuten nicht automatisch schlechte Mundhygiene. Die Zahnpflege kann aber eine wichtige Rolle spielen. Denn Zahnbeläge, die nicht regelmäßig und gründlich entfernt werden, begünstigen Verfärbungen. Der daraus entstehende harte Zahnstein ist rauer und so angreifbarer für Verfärbungen.
    Gerade an schwer zugänglichen Stellen können sich so Zahnverfärbungen durch eine falsche Putztechnik festsetzen.

  2. Ernährung und Genussmittel
    Viele Nahrungsmittel enthalten Farbstoffe, die sich an der Zahnoberfläche anlagern können. Dazu gehören etwa wie Kaffee, schwarzer oder grüner Tee, Rotwein sowie Cola. Beim Rauchen sorgt Nikotin außerdem für gelblich-braune Ablagerungen, die sich mit der Zeit verfestigen und nicht mehr mit der Zahnbürste entfernen lassen.

Wie lassen sich Zahnverfärbungen entfernen?

Zahnverfärbungen müssen nicht unbedingt behandelt werden. Gerade wenn sie Teil des Alterungsprozesses sind oder durch die Ernährung entstehen, gibt es oft keine medizinische Notwendigkeit, sie zu beseitigen. Viele Patienten und Patientinnen von Das ZAHNEPOS möchten Zahnverfärbungen dennoch entfernen. Sie wünschen sich weiße Zähne, die ästhetisch ansprechend sind und gesund aussehen.

Je nach Ausmaß der Verfärbung gibt es dafür verschiedene zahnärztliche Behandlungsmöglichkeiten.

Professionelle Zahnreinigung

Die Professionelle Zahnreinigung ist in der Regel ein bis zweimal jährlich zu empfehlen. Sie hilft nicht nur, Zahnschäden wie Karies oder Entzündungen frühzeitig zu erkennen, sondern ist auch ein gutes Mittel gegen leichte Verfärbungen. Zahnstein und Zahnbeläge werden gründlich entfernt, auch an Stellen, die Patienten und Patientinnen mit der Zahnbürste nur schwer erreichen können. Damit werden auch Zahnverfärbungen aufgehellt. Zudem wird die Zahnoberfläche weniger anfällig für neue Verfärbungen. Die Wirkung der professionellen Zahnreinigung zur Zahnaufhellung ist allerdings begrenzt. Damit werden nur leichte Zahnverfärbungen entfernt.

Bleaching (Zahnaufhellung)

Oft entscheiden sich Patienten und Patientinnen nach der Professionellen Zahnreinigung für ein Bleaching. Hierbei werden die Zähne chemisch aufgehellt, ohne dass die Zahnstruktur verändert wird. Das Bleaching kann sowohl in der Zahnarztpraxis (In-Office-Bleaching) als auch zahnärztlich begleitet zu Hause durchgeführt werden (Home-Bleaching).

Für das In-Office Bleaching bei Das ZAHNEPOS reicht oft ein Termin aus. Die Aufhellung erfolgt mit einem stark konzentrierten Aufhellungsgel. Gleichzeitig wird das Zahnfleisch entsprechend geschützt, etwa mit aushärtenden Gelen. Manchmal kommt auch eine Lichtquelle zum Einsatz, um die Aufhellung zu unterstützen.

Für das Home-Bleaching erhält der oder die Patient:in eine angepasste Zahnschiene und das Aufhellungsgel direkt beim Zahnarzt oder bei der Zahnärztin. Dort wird auch die Anwendung genau erklärt. Die Behandlung erfolgt dann über mehrere Tage oder Wochen. Je nach gewünschtem Ergebnis kann sowohl das Home Bleaching als auch das In-Office Bleaching wiederholt werden.

Zahnverfärbungen selbst entfernen – geht das?

In der Drogerie und im Internet werden zahlreiche Mittel angeboten, die eine zahnaufhellende Wirkung haben sollen, zum Beispiel spezielle Zahncremes oder Aufhellungsgels. Diese sind nicht mit dem zahnärztlichen Bleaching vergleichbar und erzielen, wenn überhaupt nur eine sehr geringe Wirkung. Auch die vielen Hausmittel, die zur Zahnaufhellung angeprießen werden, sind nicht zu empfehlen. Möchten Sie Zahnverfärbungen entfernen, sollten Sie sich deshalb unbedingt zahnärztlich beraten lassen.

Weitere Möglichkeiten für weißere Zähne

Nicht alle Zahnverfärbungen können vollständig entfernt werden. Bei starken Verfärbungen empfehlen Zahnärzte und Zahnärztinnen deshalb Veneers. Die Verblendschalen aus Keramik werden direkt an der Zahnoberfläche angebracht. Damit verdecken sie kleinere Defekte und Zahnverfärbungen. Zudem bieten Veneers die Möglichkeit, die Zahnfarbe individuell an den Patienten oder die Patientin anzupassen.

Treten die Zahnverfärbungen gemeinsam mit größeren Defekten auf, ist auch eine Krone denkbar. Dabei bleibt die Zahnwurzel bestehen, ein großer Teil des sichtbaren Zahnes wird aber ersetzt. Kronen sind etwa bei einem abgebrochenen Zahn oder nach einer Wurzelbehandlung möglich.

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