In Kaffee steckt viel Gutes

Fotolia c al62 kaffee namebildpvevq3

Kaum ein Nahrungsmittel wurde in der Vergangenheit so intensiv erforscht wie Kaffee. Neben der Schädigung des Herz-Kreislauf-Systems, erhöhtem Blutdruck und Herzrhythmusstörungen sagen Kritiker dem Heißgetränk etliche weitere gesundheitsschädliche Folgen nach. Während sie noch immer vom Krankmacher sprechen, melden Forscher Entwarnung.

Positiver Effekt auf Kreislauf und Stoffwechsel

Tatsächlich ist die Wirkungsweise von Kaffee weit besser als ihr Ruf! Zahlreiche Langzeitstudien belegen, dass geregelter Kaffeegenuss sogar gesundheitsfördernd ist. Unter „normalem“ Konsum verstehen Wissenschaftler drei bis fünf Tassen Kaffee pro Tag, die vor allem das Herz schützen. Die Arterien von Kaffeetrinkern weisen oft weniger Kalk auf, als die von Kaffeemeidern. Zudem wirkt Koffein der Gefahr von Vorhofflimmern entgegen.

Doch das beliebte Getränk verspricht noch mehr. Erhöhter Kaffeekonsum senkt unter anderem das Risiko einer Typ-2-Diabeteserkrankung. Die gesundheitsfördernde Wirkung lässt sich auf bestimmte Substanzen zurückführen, die in der Kaffeebohne enthalten sind. Diese greifen in den Stoffwechsel ein und beschleunigen die Zuckerverarbeitung.

Mehr Hirnleistung dank Koffein

Ein weiterer Effekt ist der positive Einfluss auf das Gedächtnisvermögen. Kaffee fördert die Durchblutung der Synapsen und Neurotransmitter im Gehirn, was konzentrationsfördernd wirkt und einen Wacheffekt verspricht. Doch Kaffee hilft nicht nur kurzfristig gegen Müdigkeit. Bei intensivem Konsum schützt das Koffein vor bestimmten Veränderungen im Gehirn, die Alzheimer begünstigen.

Studien aus jüngster Vergangenheit liefern Hinweise darauf, dass Koffein die Menge an Verklumpungen aus Beta-Amyloid-Protein verringert. Durch die Reduzierung des krankmachenden Beta-Amyloid im Blut, wirkt Koffein bei langfristiger Einnahme einem Hauptindikator für Alzheimer entgegen.

Prävention schwerer Krankheiten

Die Wirkung von Kaffee ist auch im Rahmen der Krebsforschung ein wichtiges Thema. Die Kaffeebohne enthält wichtige Pflanzenstoffe, sogenannte Antioxidantien, die bei gesteigertem Konsum zur Krebsvorsorge beitragen. Demnach soll Kaffee vor dem Ausbruch von Darm-, Prostata- und Blasenkrebs sowie bestimmten Hirntumoren bewahren.

Ob und inwiefern Kaffee tatsächlich vor allen genannten Krankheiten schützt, ist nicht abschließend erwiesen. Unklar ist zudem, ob die Effekte auch bei bereits erkrankten Personen auftreten.

Wissenschaftler betonen, dass die positive Wirkung durch bestimmte Faktoren beeinflusst wird. So sollte der Kaffee zum Beispiel ohne Milch getrunken werden und möglichst vor 15 Uhr. Doch auch Milchkaffee-Liebhaber dürfen weiterhin beherzt zur Tasse greifen: Regelmäßiger Kaffeekonsum schadet nicht! Fest steht, dass Kaffeeliebhaber – unabhängig von ihrer Krankengeschichte – keinem größeren Gesundheitsrisiko ausgesetzt sind, als Kaffeeverächter.