Wie Snowboarden Aktion mit Gesundheit vereint

Snowboardq7yurt

Alle Jahre wieder machen sich über sechs Millionen deutsche Ski- und Snowboardfans auf den Weg in die Berge, um ihrer Leidenschaft nachzugehen. Die Geschichte des Snowboards beginnt bereits in den 60er Jahren. In dieser Zeit kommt die Idee auf, neben den Brettsportarten Surfen und Skaten eine Wintersportalternative zu finden. Seitdem entwickelt sich die Sportart immer weiter und ist mittlerweile eine anerkannte olympische Disziplin, die auch im Mainstream sehr gut ankommt.

Die wichtigsten Gesundheits- und Fitnessfaktoren von Snowboarden

Sowohl Skifahren, als auch Snowboarden ist ein sehr gutes Kraft- und Ausdauertraining verschiedenster Muskelgruppen, wie der Oberschenkelmuskulatur. Dazu kommt die frische Bergluft, die zusätzlich die Gesundheit fördern kann. Beide Sportarten gehören zu den Höhensportarten und sind daher für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Asthmatiker nur eingeschränkt geeignet. Für alle die damit keine Probleme haben, ist Snowboarden eine tolle Möglichkeit den Körper in den Bereichen Gleichgewicht, Körperspannung, Kondition, Koordination und Konzentration zu trainieren.

Gleichgewicht

Wie bei allen Board-Sportarten ist auch beim Snowboarden der Gleichgewichtssinn ausschlaggebend für ein sicheres Fahrgefühl. Denn nur durch gezielte und ständige Gewichtsverlagerung lässt sich das Board steuern.

Körperspannung

Die Grundvoraussetzung beim Snowboarden ist die Körperspannung. Besonders Anfängern fehlt diese noch zu Beginn, weswegen einige schnell an ihre Grenzen stoßen. Für eine ordentliche Ausführung muss jeder Snowboarder auch bei hohen Geschwindigkeiten das Gleichgewicht bewahren und das geht nur mit ausreichend Körperspannung. Dabei werden vor allem Nacken- und Schultermuskeln gestärkt. Auch wenn beim Zuschauen der Anschein erweckt wird, dies sei eine entspannte Sportart, verfliegt dieses Vorurteil sobald Sie selbst einmal auf einem Snowboard stehen.

Kondition und Muskelaufbau

Auf Grund der ständigen Bewegung durch Rotationen des Oberkörpers und Schwüngen aus der Hüfte werden die Muskeln des gesamten Körpers trainiert. Besondere Beanspruchung erfahren die Bereiche Bauch, Beine, Po, Arme und Schultern. Dazu trägt auch das häufige Hinsetzen und Aufstehen bei. Das hört sich nicht nur anstrengend an, sondern ist es auch. Für ungeübte Snowboarder, kann schon eine einzelne Abfahrt zur Erschöpfung führen. Um diese Belastung auch über mehrere Stunden auszuhalten, erfordert Snowboarden eine hohe Kondition. Mit der entsprechenden Ausdauer ist es möglich, auch nach mehreren Abfahrten noch ausreichend Energie zu haben und somit den Tag zu genießen.

Koordination und Konzentration

Im Vergleich zum Skifahren, wird beim Snowboarden eine höhere Koordinations- und Konzentrationsfähigkeit benötigt. Dies liegt hauptsächlich an der wechselnden Fahrtrichtung. Während man beim Skifahren immer mit dem Oberkörper Richtung Tal fährt, ist es beim Snowboarden etwas komplizierter. Die Piste beobachten und darauf reagieren müssen nämlich sowohl Skifahrer als auch Snowboarder. Allerdings ist dies eine echte Herausforderung. Denn Snowboarder müssen für eine richtige Einschätzung oft über die Schulter schauen oder den Oberkörper sogar komplett drehen. Dabei muss zusätzlich weiterhin die Fahrtrichtung und das Gleichgewicht gehalten werden. Für einige Snowboarder kann dies zu Beginn überfordernd sein und beansprucht die Fähigkeit zum Multitasking.

Risikofaktoren und Tipps zum Snowboarden

Akklimatisierung

Allgemein gilt für alle Höhensportarten: Vor dem Start ist eine ausreichende Akklimatisierung wichtig. So schön die weite Aussicht auch ist, die Höhe kann krank machen. Symptome, wie Kopfschmerzen, Schwindel, Schwäche und Übelkeit sind nur einige Anzeichen einer Höhenkrankheit. Daher lohnt es sich, den ersten Tag zum Eingewöhnen zu nutzen und erst danach mit dem Sport zu starten.

Körperliche Fitness

Dass Snowboarden eine körperliche Fitness voraussetzt, ist nun klar. Allerdings vergessen dabei viele, dass diese ohne regelmäßiges Training wieder verloren geht. Um den Snowboardurlaub auch voll auszukosten, ist es wichtig, sich schon im Vorfeld angemessen vorzubereiten. Dazu gehört sowohl Muskelaufbau-, als auch Konditionstraining.

Ausrüstung und Verhalten

Da die meisten eher fahrlässig mit ihrer Sicherheit umgehen, ist die Verletzungsgefahr bei Snowboardern sehr hoch. Zum Schutz sollte in jedem Fall ein Helm getragen werden.

AERZTE.DE Snowboarden

Am besten ist es sich mit speziellen Snowboardhandschuhen auszustatten, in denen ein besonderer Schutz für Handgelenk und Daumen integriert ist. Ganz besonders Anfängern wird geraten, sich einen Rückenpanzer zu zulegen, um sich vor Verletzungen durchs Hinfallen zu schützen.

 

 

 

Wetterumstände beachten

Ob strahlender Sonnenschein oder Schneesturm, das Wetter in den Bergen ist unberechenbar und genau deswegen ist es so wichtig, sich darauf vorzubereiten. Dazu gehört sowohl die Sonnencreme, als auch die Snowboardbrille. In dieser Höhe ist die Sonne sehr stark und wer nicht darauf achtet, wird sich am Abend über einen Sonnenbrand wundern. Bei stürmischem Wetter kommt es oft vor, dass der Schnee über die Piste gefegt wird. Ohne geeignete Snowboardbrille ist in so einer Situation die Piste nur noch schwer zu erkennen und Unebenheiten können nicht mehr eingeschätzt werden.