Warum die Liebe uns gesund macht

Ein junges Paar steht sich gegenüber und hält zusammen ein großes rotes Herz vor ihre Gesichter. Beide lächeln und berühren sich liebevoll an der Stirn. Der Hintergrund ist unscharf und zeigt Lichter in Bokeh-Effekt.

Sind wir über beide Ohren frisch verliebt, gerät unser Körper in einen regelrechten Ausnahmezustand. Ein inniger Blick, ein zärtlicher Kuss oder eine liebevolle Berührung genügen oft schon, um unser Blut in Wallung zu bringen. Das Herz schlägt schneller, die Wangen färben sich rot. Doch die Liebe muss nicht immer jung sein, um sich positiv auf uns auszuwirken, auch eine seit Jahren bestehende Partnerschaft bewirkt wahre Wunder.

Längeres Leben dank Partnerschaft

Mit der Lebenserwartung glücklich verheirateter Paare beschäftigten sich US-amerikanische Forscher. Das Ergebnis ist erstaunlich: Im Durchschnitt leben verheiratete Männer ganze sieben Jahre länger, als unverheiratete. Bei Frauen ist der Einfluss geringer, aber immer noch messbar. Sie gewannen durchschnittlich zwei Jahre dazu. Noch eine gute Nachricht für die Männer: Durch eine liebevolle Ehefrau wird das Risiko gesenkt, irgendwann einen Herzinfarkt zu bekommen – das fanden israelische Experten heraus.

Eine lange Partnerschaft wirkt sich nicht nur positiv auf das Herz aus, sondern auch auf das Gehirn. Sie hält geistig fit, da sich beide Partner laufend intensiv mit dem anderen beschäftigen. Eine französische Langzeit-Untersuchung mit 4000 Teilnehmern kam zu dem Ergebnis, dass Unverheiratete ein 91 Prozent höheres Risiko haben, an Demenz zu erkranken und mehr als anderthalb mal so oft Alzheimer bekommen.

Trotz Bakterien-Austausch: Küssen ist gesund

In der Uniklinik Wien fand man heraus, dass ein intensiver und langer Kuss erhöhte Blutdruckwerte senken kann. Selbst die schlechten LDL-Cholesterinwerte im Blut, welche zu den Hauptrisikofaktoren für eine Arteriosklerose zählen, werden durch einen ordentlichen Schmatzer niedriger. Sogar Allergiker können von langen Küssen profitieren: Der japanische Allergologe Hajime Kimata erfasste die Immunwerte von Allergikern, die bei sanfter Musik ihre Partner 30 Minuten lang geküsst haben. Während dieser Zeit verbesserten sich die Werte konstant. Auf lange Sicht gesehen, lassen sich mithilfe der 30-Minuten-Knutscherei nach Kimata sogar Heuschnupfen und Dermatitis messbar lindern.

Ähnliche Effekte konnten Forscher bei liebevollen Streicheleinheiten oder sanften Massagen beobachten. Solche Zärtlichkeiten entspannen nicht nur oberflächlich, es kommt auch zu einer massiven Ausschüttung von Glückshormonen, die nachweislich positive Auswirkungen auf den ganzen Organismus haben.

Aber auch für Singles gibt es eine gute Nachricht: Selbst die Liebe zu einem Hobby, das Engagement in einem Verein oder einer anderen sozialen Institution schützt nachweislich vor frühen Arterienverkalkungen, die letzten Endes einen Herzinfarkt auslösen können.

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