Radon: Gesundheitsrisiko aus dem Boden - Wie können Sie sich schützen?

Radon foto blogbeitraghcp9hc

Bei Radon handelt es sich um ein radioaktives Edelgas, das deutschlandweit in regional unterschiedlicher Konzentration vorkommt. So ist die Belastung im Norden der Republik beispielsweise geringer, als im Alpenvorland und in den Mittelgebirgen. Wer sein eigenes Risiko und die Notwendigkeit einer Strahlenbelastung in seinen eigenen vier Wänden prüfen möchte, kann einen Blick auf die Radon Karte Deutschland werfen. Weil es nicht sichtbar oder riechbar ist, ist das Edelgas so gefährlich. Durch seine Existenz sowohl Outdoor, als auch in Innenräumen, atmet der Mensch Radon über viele Jahre ein. Dadurch steigt das Risiko auf Lungenkrebs.

Wie gelangt das Edelgas in Innenräume?

In den Lagerungsgebieten von Uran ist die Radon-Belastung am höchsten. Die eigentliche Gefahr geht aber nicht vom Gas selbst, sondern von seinen kurzlebigen Zerfallsprodukten aus. Während Radon größtenteils wieder ausgeatmet wird, bleiben Wismut und Blei im Körper enthalten. Doch wie kommt Radon in Häuser und Wohnungen?

Es gibt unterschiedliche Eintrittsstellen, die bewusst geöffnet werden wie zum Beispiel Terrassentüren und Fensterdurch die das Edelgas unbemerkt strömt. Letzteres ist beispielsweise bei älteren, undichten Häusern der Fall.

Da das Gas geruchs- und geschmacksfrei ist, wird die Konzentration in der Raumluft nicht bemerkt. Nur sehr sensible Menschen reagieren mit Hustenreiz oder mit Atemproblemen, die aber auch von Ärzten bzw. Ärztinnen eher selten auf eine schleichende Vergiftung zurückgeführt werden. Um sich zu schützen, muss sich in erster Linie über die Gefahr bewusstgemacht werden. Ohne die Kenntnis zum Radongehalt im eigenen Zuhause ist ein effektiver Schutz unmöglich. Besonders wichtig ist die Abdichtung durchlässiger Stellen im Keller und an Nebeneingängen. Durch regelmäßiges Lüften wird die Radon-Konzentration vermindert und senkt damit das Risiko für gesundheitliche Schäden durch das Edelgas.
Allem voran geht eine fachkundige Messung. Denn nur mit dem Wissen, dass die Konzentration an Radon erhöht ist, kann Abhilfe geschafft werdendie Gefahr, an Lungenkrebs zu erkranken, zu verringern.

Eine professionelle Messung kostet Betroffene maximal 50 Euro und ist somit eine günstige und effektive Maßnahme, um seine Gesundheit zu schützen. Gegen die Belastung von Außerhalb kann nichts unternommen werden, doch ein dichtes Haus schließt schädliche Gase aus und dient so dem Erhalt der Gesundheit.

Schwankende Radon-Belastung in Deutschland - Hohe Risiken durch Unwissenheit

"Bin ich betroffen oder nicht?" Auch wenn die Karte für Deutschland erste Hinweise liefert, ersetzt sie nicht die Messung vor Ort. Um das eigene Risiko zu kennen und die richtigen Schutzmaßnahmen zu ergreifen, sollte ein Experte bzw. eine Expertin zu Rate gezogen werden. Unwissenheit ist der Multiplikator aller Risiken, die durch Radon in der Luft vorhanden sind. Niemand wird einen Legionellenfilter in die Wasserleitung einbauen, ohne das Wissen von Legionellen und deren Folgen betroffen sein zu können.
Der beste Schutz der eigenen Gesundheit ist die Kenntnis, welche wiederum auf einer professionellen Diagnostik beruht. Beim Kauf eines Hauses in einem Radon-Risikogebiet, lohnt es sich, die nötige Messung bereits vor der Vertragsunterzeichnung anzuordnen. Mit etwas Glück hat der oder die Voreigentümer:in bereits ein Ergebnis vorliegen, da er oder sie sich ebenfalls Gedanken um die Radon-Belastung in den Räumen gemacht hat. Auch in Gebieten mit niedriger Konzentration, ist es ratsam, sich direkt zu überzeugen und nicht einfach einem Wert zu vertrauen. Wer bis ins hohe Alter vermeidbare Risiken ausschließen möchte, kann eine Radon-Wertmessung beauftragen.

Fazit

Die Umweltbelastung durch Radon lässt sich nicht rückgängig machen. Vermeidbar sind aber die Gefahren für die eigene Gesundheit. Weiß man als Hausbesitzer:in oder Mieter:in von der erhöhten Konzentration des Edelgases in seinen Räumen, lässt sich mit abdichtenden Maßnahmen Lungenkrebs vorbeugen und einen Beitrag für seine Gesundheit leisten.