Eine Lidstraffung mit OP kann den Leidensdruck der PatientInnen mildern - © puhhha - stock.adobe.com
Dr. med. Christian Metz

Dr. med. Christian Metz

Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie

Dr. med. Christian Metz ist Experte für plastische Chirurgie. Als Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie führt er Operationen an Gesicht, Brust und Körper durch.

Eine Lidstraffung mit OP kann den Leidensdruck der PatientInnen mildern - © puhhha - stock.adobe.com

Lidstraffung mit OP – jünger und wacher aussehen

Die Haut um unsere Augen ist besonders dünn, zart und empfindlich. Deshalb verliert die sensible Augenpartie bei Müdigkeit und zunehmenden Alter auch vermehrt an Spannkraft und Elastizität. Im Laufe der Zeit entsteht dann ein Gewebeüberschuss ober- und unterhalb des Auges. In so einem Fall spricht man von Schlupflidern und Tränensäcken. Zusätzlich können Fettpölsterchen die Augen schwer aussehen lassen, da hier oft das Gesichtsfeld eingeschränkt ist. Hier spricht man von einem so genannten Hängelid.

Die Faltenbildung und Erschlaffung der Augenlider setzt bei manchen Menschen schon recht früh ein. Das lässt den Gesichtsausdruck schnell müde wirken - sehr zum Leidwesen der Betroffenen. Eine Lidstraffung mit OP kann da Abhilfe schaffen.

Eine operative Korrektur der Lider kann auch bei genetisch bedingten Schlupflidern den Leidensdruck der Betroffenen mildern. Häufig sind das neben ästhetischen auch sichtfeldbedingte Gründe, weshalb sich PatientInnen zu einer OP entscheiden.

Unser ÄRZTE.DE Experte Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie Dr. med. Christian Metz weiß um den Leidensdruck der Betroffenen und bietet für seine PatientInnen Lidstraffung mit Operation an.

Wie läuft eine Lidstraffung mit OP ab?

1. Oberlidstraffung

Bei einer Oberlidstraffung, auch Blepharoplastik genannt, werden überschüssige Haut- und Fettpölsterchen im Bereich der Augenpartie entfernt. So kann ein jüngerer und frischerer Gesichtsausdruck erzielt werden.

Zunächst wird ein versteckter Hautschnitt im Bereich der Hautumschlagfalte des Oberlids vorgenommen. Hierbei werden Fettgewebe und überschüssige Haut entfernt. Anschließend wird der Hautschnitt mit feinsten Fäden vernäht. Die Hautnarbe ist dabei kaum sichtbar, da sie in der natürlichen Hautfaltenregion in den bereits vorhandenen Hautlinien liegt.

Die ambulant durchgeführte Operation dauert im Schnitt zwischen 60 und 90 Minuten und findet unter örtlicher Betäubung statt. Die Narkose besteht aus einemkleinen Stich pro Lid, der kaum spürbar ist. Eine Beruhigungsspritze versetzt PatientInnen in einen Dämmerschlaf, bei dem sie jedoch ansprechbar sind.

2. Unterlidstraffung

Bei einer Unterlidstraffung wird ein feiner Hautschnitt circa 1-2 Millimeter unterhalb des unteren Wimpernrandes gesetzt, der in Höhe der Lachfalten noch weiter nach außen verlängert wird. Anschließend wird das überschüssige Fettgewebe am Unterlid, sowie die überschüssige Haut entfernt und die übrige Haut nun gestrafft. Gegebenenfalls strafft der Chirurg auch noch die dünne Trennschicht unter der Haut, die das Fettgewebe normalerweise in der Augenhöhle hält. Auch weitere im Vorfeld besprochene Korrekturen werden nun vorgenommen, wie beispielsweise eine weitere Umverlagerung von Eigenfett im Gebiet der Augenhöhle.

Sollte die Spannkraft des Unterlides nachgelassen haben, kann eine Aufhängung des äußeren Lidwinkels, in seltenen Fällen auch des inneren Lidwinkels, durchgeführt werden. Hier ist von einer sogenannten Kanthopexie die Rede. Sie kann dafür sorgen, dass die Spannkraft der Unterlidkante wieder erhöht wird. Anschließend wird der Hautschnitt wieder mit sehr feinen Fäden vernäht. Auf die Schnittstellen wird nur ein Klammer-Pflaster geklebt.

Auch die Unterlidstraffung wird in Lokalanästhesie durchgeführt. In seltenen Fällen kann bei Bedarf eine andere Narkoseform gewählt werden.

Ist die Operation gefährlich?

Jede Operation bietet allgemeine Risiken, so auch die Lidstraffung. Leichte Schmerzen direkt nach der Oberlidstraffung sind normal. So kann auf den Lidern ein Druckgefühl liegen, was jedoch schnell verschwindet.

Auch eine leichte Trockenheit der Augen kann auftreten. Augentropfen können hier Abhilfe schaffen.  Zudem kommt es häufig zu einer vermehrte Tränenbildung in den ersten Tagen nach der OP. Außerdem sind Sensibilitätsstörungen möglich, diese klingen jedoch häufig nach kurzer Zeit ab. Sollte es zu einer Bildung von kleinen weißen Knötchen am Oberlid kommen, können diese vom Chirurgen direkt entfernt werden.

Selten sind beispielsweise auch Nachblutungen bis zu zwei Tage nach dem Eingriff möglich. In so einem Fall sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden, um Sehschäden und weitere Komplikationen zu vermeiden. Dies gilt auch bei starken Schwellungen, Sehstörungen und starken Schmerzen.

Ist meine Sehfähigkeit nach einer Lidstraffung beeinträchtigt?

Wie bei anderen Operationen kann es auch bei einer Lidstraffung zu Schwellungen kommen. Das kann möglicherweise auch die Sicht für kurze Zeit beeinträchtigen. PatientInnen sollten daher ihre Augen nach der OP schonen und möglichst auf Lesen und Fernsehen verzichten.

Sind die Tränensäcke und Schlupflider für immer verschwunden?

In der Regel ist das Ergebnis der Unterlidstraffung und Tränensäcke-OP anhaltend. 

Die Schlupflider sind hingtegen nicht für immer verschwunden, denn eine Oberlidstraffung kann den natürlichen Alterungsprozess nicht aufhalten. In der Regel hält das Ergebnis der OP jedoch für viele Jahre an, was viele Betroffene als große Erleichterung empfinden. Nach circa einem halben Jahr ist  in der Regel alles vollständig verheilt. Das Ergebnis ist ein strahlender und wacher Blick.