Wissensspritze: Fernsehen

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„Vom Fernsehen bekommst du irgendwann rechteckige Augen!“ oder „Das Fernsehen macht die Gehirnzellen kaputt!“: Wenn es um den Fernsehkonsum ihrer Kinder und Enkel geht, sind sich die meisten Eltern und Großeltern einig: Die lieben Kleinen sitzen zu häufig und zu lange vor dem TV – das muss der Gesundheit doch schaden. Recht haben sie. Doch die Gefahr droht nicht unbedingt Augen und Gehirn, sondern an ganz anderer Stelle. Zu viel Fernsehen kann Herz und Kreislauf dauerhaft schaden.

Darum schadet das Fernsehen

Das Problem: Wer es sich mit einem Liebesfilm, einem spannenden Actionkracher oder der neuen Lieblingsserie auf dem Sofa bequem macht, der bewegt sich nicht. Und genau das schadet dem Körper. Um möglichst lange gesund und fit zu bleiben, spielt nicht nur ausreichend Bewegung eine Rolle – auch allzu langes Sitzen sollte man besser vermeiden, gerade in der Freizeit. Schließlich tun das die meisten Menschen der Arbeit wegen schon mehr als genug. Trotzdem nehmen viele die Gefahr noch auf die leichte Schulter. Zumindest im Fall des Fernsehens konnten Forscher das Risiko für die Gesundheit mittlerweile konkretisieren: Um ihre Theorie zu bestätigen, beobachteten die Wissenschaftler sechs Jahre lang knapp 9000 Australier – mitsamt ihren Fernseh-Gewohnheiten. Das Ergebnis war eindeutig: Jede Stunde Fernsehen steigerte das Risiko, an einer Herz-Kreislauferkrankung zu sterben um etwa 18 Prozent.