Sonnencreme – 4 Tipps für optimalen Schutz

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Der Frühling ist da und mit ihm auch die ersten wirklich warmen Sonnenstrahlen. Der Eigenschutz der Haut ist nach dem dunklen Winter noch schwach. Da außerdem gerade in den Frühlingsmonaten die Ozonschicht relativ dünn ist, sollte die Haut jetzt schon geschützt werden. Also, Sonnencreme nicht vergessen! Die Frage ist nur: Welche?

  1. Die wichtigste Frage: Mineralisch oder chemisch?

Zwei Typen Sonnencreme werden unterschieden. Die Sonnenschutzprodukte auf mineralischer Basis ziehen kaum in die Haut ein und landen daher öfter mal auf der Kleidung. Nichtsdestotrotz hat auch dieser Typ nicht von der Hand zuweisende Vorteile:

  • Weniger bedenkliche Inhaltsstoffe, da sie keine hormonell wirksamen Substanzen enthält
  • Besonders gut für Kinder, Schwangere und stillende Mütter geeignet
  • Schutz wirkt sofort nach dem Auftragen durch das enthaltene Titanium- und Zinkoxid

Die Alternative zum mineralischen Schutz ist die chemische Variante. Wie bereits erwähnt, zieht dieser Schutz komplett in die Haut ein und hinterlässt nur selten Spuren auf der Kleidung. Nachteilig sind hingegen enthaltene synthetische Kunststoffe, also Mikroplastik. Ist ein chemisches Produkt gewünscht, sollten ein paar Dinge beachtet werden:

  • Die Creme sollte keine Paraffine, Silikone oder sogenannte PEGs enthalten. Diese Polyethylenglycol genannten Polymere machen die Haut durchlässiger für Wirk- und Giftstoffe. Das ist gewünscht, damit der Sonnenschutz gut einziehen kann.
  • Das Sonnenschutzprodukt sollte keine allergieauslösenden Duftstoffe enthalten
  • Die Umweltprobenbank des Bundes beschreibt polyzyklische Moschusverbindungen als weitreichend schädlich für Gewässer, Fauna und als möglicherweise krebsauslösend für den Menschen. Sonnencreme ohne diese synthetischen Duftstoffe sind für alle verträglicher und sollten bevorzugt werden.
    1. Welcher Lichtschutzfaktor (LSF) für welchen Hauttyp?

      Verhältnis Strahlung

Der Lichtschutzfaktor bezieht sich nur auf die UVB Strahlung der Sonne. Diese Strahlenart macht gerade einmal fünf Prozent der Strahlung aus. Je höher der LSF ist, desto höher ist auch der Schutz vor Verbrennungen, vorausgesetzt die Creme wird richtig angewandt. Eine gute Sonnencreme sollte allerdings auch vor den weitaus schädlicheren UVA Strahlen schützen. Diese bräunen die Haut nur kurz, sorgen also nicht für anhaltenden Eigenschutz der Haut. Außerdem dringen sie tief ein und werden unter anderem für Hautkrebs, krankhafte Veränderungen der Haut, vorzeitige Hautalterung und Immunsuppression verantwortlich gemacht. Damit jeder Verbraucher auf einen Blick erkennen kann, ob die Empfehlungen der EU-Behörden zum Sonnenschutz eingehalten werden, werden entsprechende Produkte mit einem nem ähnlichen Label gekennzeichnet. Es veranschaulicht, dass das Verhältnis von UVA- zu UVB-Schutz mindestens 1:3 beträgt. 

 

UVB UVA Strahlung aerztede

  1. Eigenschutz der Haut

Menschen, die sich viel im Freien aufhalten und dabei vernünftig mit der Sonnenbelastung umgehen, haben einer Studie zufolge ein geringeres Hautkrebsrisiko als völlig ungebräunte Menschen. Die „gesündeste“ Sonne scheint übrigens vormittags und ab 17 Uhr nachmittags.

  1. Kinder in der Sonne

Für Kinder und ihre besonders schutzbedürftige Haut gelten eigene Sonnenschutzregeln. Die Eigenschutzzeit von Kinderhaut beträgt lediglich fünf bis zehn Minuten, danach droht bereits Sonnenbrandgefahr. Je höher die Sonnenbelastung in der Kindheit war, desto höher ist auch das Melanomrisiko im Erwachsenenalter. Schutz ist deshalb wichtig. Textiler Sonnenschutz eignet sich dafür am besten und bewahrt die Kleinen auch gleich noch vor Insektenstichen. Spezielle After-Sun-Lotionen für Kinder enthalten pflanzliche Öle und beruhigen die Haut.

 

Sonnenschutz Kind