Brustvergrößerung – was spricht dafür, was dagegen?

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Manche Frauen sind nicht wirklich zufrieden mit ihrem Körper. Grund zur Klage sind oft Bauch und Busen. Während der Bauch durch Sport oder Diäten beeinflussbar ist, ist das beim Busen nicht so einfach. Daher verwundert es kaum, dass die Brustvergrößerung eine der am häufigsten durchgeführten schönheitschirurgischen Korrekturen weltweit ist. Prinzipiell gibt es drei Gründe, weswegen Frauen sich für einen chirurgischen Eingriff zur Vergrößerung ihrer Brüste entscheiden:

- die Brüste sind zu klein

- der Busen ist asymmetrisch

- der Busen ist erschlafft und hat sich im Lauf der Jahre im Volumen reduziert, was beispielsweise häufig nach einer Schwangerschaft passiert

Vielen Frauen ist ein wohlgeformter, straffer und symmetrischer Busen wichtig, um sich feminin zu fühlen. Manche entwickeln darüber hinaus Schamgefühle und empfinden Beklemmungen, sich in leichter oder Badebekleidung zu zeigen Je größer der Leidensdruck ist, desto häufiger kann sich dies auch auf die Partnerschaft auswirken. Eine Brustvergrößerung kann ein positiveres Körpergefühl verleihen und das Selbstbewusstsein stärken.

Welche Fragen sind vor der Entscheidung zu klären?

Bevor eine Frau sich für eine operative Korrektur ihrer Brüste entscheidet, ist es sehr wichtig, sich professionell beraten zu lassen. Dabei prüft ein plastischer Chirurg oder eine Chirurgin an vielen verschiedenen Merkmalen, unter anderem am Körperbau, ob eine Brustvergrößerung überhaupt möglich ist. Auch die Art der Brust-OP steht dabei auf dem Prüfstand. Es gibt verschiedene Brustimplantat-Formen und unterschiedliche Operationsmethoden. Auch bei der Platzierung der Implantate hat der Chirurg oder die Chirurgin mehrere Möglichkeiten. Sie können unter- oder oberhalb des Brustmuskels eingesetzt werden. Wichtig ist dabei auch, dass die Brustvergrößerung für die Frau keine spontane, sondern eine wohlüberlegte Entscheidung ist und dass sie es selbst wünscht. Die besten Ärzte für eine Brustvergrößerung beraten ihre Patientinnen intensiv und bewahren sie vor Fehlentscheidungen.

Was spricht für und was gegen eine Brustvergrößerung?

Durch den korrigierten und vergrößerten Busen hat die Frau ein üppiges Dekolleté. Dadurch kann sie mehr Selbstvertrauen und mehr Selbstbewusstsein erlangen. Wenn die kleinen Brüste bisher Befangenheit verursacht haben, kann die Korrektur zu mehr sexueller Offenheit verhelfen. Insgesamt kann die OP ein besseres Körpergefühl und mehr Zufriedenheit zur Folge haben.

Jede Operation geht allerdings mit allgemeinen Risiken einher, wie beispielsweise Probleme mit der Narkose, Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen, Schwellungen, Blutungen und Blutergüssen, Wundheilungsstörungen, Infektionen oder abnormaler Narbenbildung. Die Implantate können Schmerzen und ein unnatürliches Körpergefühl vermitteln, da es sich dabei um Fremdkörper handelt. Die Implantate haben nur eine begrenzte Haltbarkeit, sodass nach einigen Jahren eine weitere Operation notwendig wird. Die Kosten für den Eingriff muss die Patientin in den meisten Fällen selbst tragen.

 

Silikonimplantate

 

Welche Methoden für eine Brustvergrößerung gibt es?

Schönheitschirurgische Korrekturen der Brüste gibt es bereits seit den 1960er-Jahren. Seitdem haben sich die Operationsmethoden stark verändert, neue Methoden sind hinzugekommen.

Brustvergrößerung mit Implantat

Frauen, die sich einen größeren Busen wünschen, entscheiden sich sehr häufig für Silikonimplantate. Dabei spielt das Alter der Patientinnen keine Rolle. Hier haben die Patientinnen einige Optionen zur Auswahl, über die der Chirurg oder die Chirurgin informieren kann. Arzt und Patientin entscheiden in der Regel gemeinsam, welche am besten geeignet ist. In den meisten Fällen setzen die ChirurgInnen Silikonimplantate mit einer weichen Silikonhülle ein, die mit einem vernetzten Silikongel gefüllt sind. Auch Kochsalzlösung ist als Füllung für die Implantate möglich.

Neben dem Material spielen die Struktur der Oberfläche und die Form des Implantats eine wichtige Rolle. Frauen haben die Wahl zwischen runden und tropfenförmigen Implantaten.

- Symmetrisch runde Implantate sind für einen gleichmäßigen Volumenaufbau der gesamten Brust geeignet.

- Tropfenförmige oder anatomische Implantate sind hingegen der natürlichen Form der Brust nachempfunden. Sie sind wie ein Tropfen oben etwas flacher und haben ihre maximale Größe unten.

Die Oberfläche kann glatt oder texturiert sein. Sind die Implantate texturiert, verwachsen sie im Gewebe und verrutschen seltener. Bei den tropfenförmigen Implantaten kommt es durch die asymmetrische Form eher zu einem Verrutschen. Deshalb gibt es sie ausschließlich mit texturierter Oberfläche.

Wo soll das Implantat sitzen?

Für das Ergebnis der Operation ist neben der Form auch die Lage des Implantats wichtig. Wenn genügend Fettgewebe vorhanden ist, ist es möglich, das Implantat auf dem großen Brustmuskel einzusetzen. Damit lassen sich die Bänder der Implantate gut kaschieren. Zudem bereitet diese Lage wenig Schmerzen. Allerdings sind die Ränder noch tastbar. Setzt der Schönheitschirurg das Implantat ganz oder teilweise unter dem Brustmuskel ein, ist es weder spür- noch sichtbar. Auch das Risiko, dass eine Kapselfibrose auftritt, ist viel geringer, ausschließen lässt es sich allerdings nicht.

 

Brust-OP

 

Eigenfettbehandlung zur Brustvergrößerung

Eine Brustvergrößerung lässt sich nicht nur mithilfe von Implantaten realisieren. Eine Eigenfettbehandlung ist dafür ebenfalls möglich. Dazu entnimmt der Chirurg oder die Chirurgin an einer oder mehreren Körperstellen der Patientin Fettgewebe, um es anschließend in die Brust zu implantieren. Bei dieser Methode besteht keine Gefahr, dass der Körper das Gewebe abstößt. Voraussetzung für eine erfolgreiche Operation ist, dass die Patientin über genügend Fettgewebe verfügt. Mit dieser Vorgehensweise lässt sich die Brust etwa um eine Körbchengröße vergrößern.

Welche ist die beste Methode?

Pauschal lässt sich nicht sagen, welches die beste Methode für eine Patientin ist. Deshalb ist eine intensive Beratung im Vorfeld so wichtig. Dabei kann die Chirurgin oder der Chirurg die Patientin nicht nur über die verschiedenen Risiken und Möglichkeiten informieren, sondern zusammen den optimalen Behandlungsplan erarbeiten.