Akne – Hautkrankheit der Jugend

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Die Pubertät ist eine der größten Veränderungen und Herausforderungen im Leben eines jungen Menschen. Der Körper entwickelt sich von seiner kindlichen Gestalt hin zu einer erwachsenen Form und die Persönlichkeit entfaltet sich. Auch wenn diese Zeit voller aufregender Erfahrungen steckt, gibt es eine Sache, auf die jeder gerne verzichten will: Akne. ÄRZTE.DE erklärt, wie die Hautkrankheit entsteht und ob ihr vorgebeugt werden kann.

Fast alle sind von Akne betroffen

Die schlechte Nachricht zuerst: Einer klassischen Akne kann nur eingeschränkt vorgebeugt werden. Untersuchungen zeigen, dass während der Pubertät fast alle Jugendlichen an einer mehr oder minder schwere Art von Akne leiden. Die gute Nachricht? Bei vielen Menschen verschwindet sie bis zum 30. Lebensjahr wieder.

Die bekannteste Form der Akne ist dabei Acne vulgaris. Aufgrund der unterschiedlich starken Ausprägungen kann sie in drei Unterformen unterteilt werden:

Acne comedonica: Leichteste Form, die meistens nur das Gesicht betrifft. Hier treten in vielen Fällen lediglich Mitesser auf, die sich entzünden können.

Acne papulopustulosa: Kennzeichen neben Mitessern, sind entzündete Pickel. Oftmals ist neben dem Gesicht auch der Rücken betroffen. Sie wird als mittelschwere Form der Akne eingestuft und ist am meisten verbreitet.

Acne conglobata: Die schwerste Form der Hautkrankheit. Aus den entstandenen Pickeln bilden sich Knoten, die sich leicht entzünden und nach dem Abheilen Narben hinterlassen können.

So entsteht Akne

Hormonelle Ursachen sind bei den meisten Jugendlichen der Hauptgrund der Erkrankung. Auslöser sind die männlichen Geschlechtshormone, die sogenannten Androgene, die sowohl im männlichen als auch im weiblichen Körper gebildet werden. Androgene sorgen dafür, dass die Talgdrüsen der Haut zu einer erhöhten Produktion des Fettes angeregt werden.
Weiterhin steigt während der Pubertät die Bildung von Hornmaterial an, wodurch Poren verschlossen werden. Die Kombination aus erhöhter Talgproduktion und versperrten Poren sorgt für die Bildung von Mitessern. Nach einer gewissen Zeit öffnen sich die Poren wieder. Kommen nun Bakterien mit dem Talgpfropfen in Kontakt, können die bekannten Pickel entstehen.

Neben einer hormonellen Ursache können ebenso eine erbliche Veranlagung, starke psychische Belastung, Fette in Kosmetikprodukten, Medikamente oder Nahrungsmittel zu Akne führen.

Therapiemöglichkeiten bei Akne

Bei einer leichten Form der Akne kann es bereits ausreichen, regelmäßig eine passende Hautpflege durchzuführen. Hierzu empfehlen Experten:

  • Einmal am Tag sollten die betroffenen Hautregionen mit einer pH-neutralen und parfümfreien Seife oder Waschlotion gereinigt werden
  • Anschließend ist es sinnvoll eine Feuchtigkeitscreme auf Wasserbasis aufzutragen

Eine weitere Form der Therapie kann eine Umstellung der Ernährung sein. Mediziner gehen davon aus, dass Milchprodukte und der Konsum von zu vielen süßen Lebensmitteln wie Schokolade einen schlechten Einfluss auf die Haut haben.

Sollte aber eine Acne conglobata vorliegen, bleibt der Besuch beim Arzt nicht erspart. Hier wird eine gründliche Untersuchung durchgeführt und die weiteren Behandlungsschritte abgesprochen.