Ein Mann bei einer Behandlung beim Zahnarzt.
Dr. med. dent. Susanne Axmann

Dr. med. dent. Susanne Axmann

Implantologie

Zahnärztin Dr. Susanne Axmann ist Spezialistin für Implantate und Prothesen. Ihr ist aber auch die Vorsorge und der Zahnerhalt wichtig. In ihrer täglichen Arbeit ist es ihr deshalb besonders wichtig alle zahnerhaltenden Maßnahmen und Behandlungen für jeden Patienten und jede Patientin abzusichern.

Ihre Zähne sollten regelmäßig von einem Zahnarzt oder einer Zahnärztin begutachtet werden. | © detailblick-foto - stock.adobe.com

Möglichkeiten der Zahnerhaltung: Wie Zähne lange gesund bleiben und wann wir einen Zahn retten können

Sie sind belastbar und können perfekt zum Kauen, Sprechen oder Lächeln eingesetzt werden: Die natürlichen Zähne sind damit immer die beste Wahl. Auch wenn die Zahnheilkunde heute viele gute Möglichkeiten kennt, sie zu ersetzen, ist das erste Ziel beim Zahnarzt oder der Zahnärztin deshalb immer, Ihre Zähne gesund zu halten oder zu retten.

Dr. Susanne Axmann führt täglich Maßnahmen zur Zahnerhaltung in Ihrer Praxis durch. Für Sie sollte das Thema wieder mehr in den Fokus rücken. Denn Patienten und Patientinnen können viel tun, um Ihre Zähne in Form und Funktion zu erhalten.

Zahnpflege zu Hause und in der Praxis

Tägliches Zähneputzen ist die Grundlage einer guten Mundhygiene und damit auch gesunder Zähne. Das lernen schon die Kleinsten beim Zahnarzt oder der Zahnärztin. Es schadet aber auch nicht, es sich als Erwachsener immer mal wieder in Erinnerung zu rufen.

Bei den jährlichen Vorsorgeuntersuchungen bekommt deshalb jede(r) Tipps, welche Stellen eventuell gründlicher geputzt werden sollten. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit verschiedene Werkzeuge zum Reinigen der Zahnzwischenräume zu testen, etwa Zahnseide oder Interdentalbürstchen. Denn auch diese sollten regelmäßig geputzt werden.

„Die Empfehlung lautet die Zahnzwischenräume mindestens einmal täglich vor dem Zähneputzen zu reinigen. In der Praxis gilt allerdings, besser Sie machen es einmal die Woche vor dem Fernseher als gar nicht.“

Die Vorsorge beim Zahnarzt oder der Zahnärztin dient außerdem dazu, kleinere Schäden an den Zähnen rechtzeitig zu erkennen. Das gilt nicht nur für Löcher, sondern zum Beispiel auch für abgeriebene Zahnhälse durch Knirschen oder Pressen und durch Säure angegriffenen Zahnschmelz. Oft können Füllungen oder komplexe Behandlungen vermieden werden, wenn mögliche Auslöser frühzeitig erkannt und behoben werden.

Dabei können etwa auch Fluoridierung und Remineralisierung mit speziellen Gelen und Lacken unterstützen. Bei kariesanfälligen Backenzähnen kann zusätzlich eine Fissurenversiegelung schützen.

Was versteht man unter Zahnerhaltung?

Als Zahnerhaltung bezeichnet man alle vorbeugenden und therapeutischen Maßnahmen, die einen Zahn in seiner Form und seiner Funktion erhalten bzw. wiederherstellen. Dazu gehört die Vorsorge ebenso wie Zahnfüllung, Kronen oder Wurzelbehandlungen. Oft spricht man in diesem Zusammenhang auch von konservativer Zahnheilkunde.

Von Füllungen bis Wurzelbehandlung: Was sind zahnerhaltende Maßnahmen?

Zu den zahnerhaltenden Maßnahmen gehören alle Behandlungen, die die Zähne schützen und so lange wie möglich erhalten sollen. Streng genommen zählt auch die Prophylaxe oder Vorsorge dazu. Der Zahnarzt oder die Zahnärztin kann dafür aber noch viel mehr tun.

Mögliche zahnerhaltende Maßnahmen sind etwa:

Zahnfüllungen

Haben sich Löcher in den Zähnen gebildet, wird zunächst die auslösende Karies entfernt. Anschließend sollten die Löcher gefüllt werden, damit sich keine neuen Bakterien ansiedeln können. Hierfür stehen verschiedene Instrumente und Materialien zur Verfügung, die präzises Arbeiten und ein langanhaltendes und schönes Ergebnis möglich machen. Lupenvergrößerungen und spezielle Messverfahren wie Laserfluorezenz unterstützen etwa dabei, alle Karies zu entfernen und dabei möglichst viel gesunde Zahnsubstanz zu erhalten.

Kunststoff- und Keramikfüllungen, aber auch Inlays und Onlays können anschließend exakt in die entstandene Lücke eingesetzt werden. Später sind sie dann kaum noch von den eigenen Zähnen zu unterscheiden und bieten möglichst wenig Angriffsfläche für neue Bakterien.

Warum Röntgenbilder beim Zahnarzt wichtig sind

Nicht immer machen sich Schäden an den Zähnen durch Schmerzen bemerkbar oder sind mit dem bloßen Auge erkennbar. Der Zahnarzt oder die Zahnärztin fertigt deshalb auch regelmäßig Röntgenbilder an, um etwa Zahnzwischenraumkaries oder Veränderungen im Kieferknochen frühzeitig zu erkennen.

Parodontose-Behandlungen

Bei einer Parodontose sorgen Bakterien für eine Entzündung des Zahnhalteapparats, also besonders des Zahnfleisches und letztlich auch des Kieferknochens. Häufig bilden sich zunächst unbemerkt Zahnfleischtaschen, in denen sich Beläge weiter ausbreiten können.

Um dies zu stoppen, werden sie umfassend gereinigt. Dabei kommt es vor allem auf die Tiefe der Taschen an. Wird die Parodontose frühzeitig erkannt, kann eine Reinigung von oben ausreichen. In anderen Fällen ist ein Eingriff nötig, bei denen die entsprechenden Stellen zunächst freigelegt werden. Zur Unterstützung des Heilungsprozesses sind auch weitere Maßnahmen denkbar, etwa antibakterielle Gele, Lasertherapie oder Photodynamische Therapie.

Nach der Parodontose-Behandlung ist zudem eine engmaschige Nachsorge nötig, damit sich keine neuen Biofilme bilden können.

Wurzelbehandlungen (Endodontie)

Dringen Bakterien tief ins Innere des Zahns vor, kann es zu einer Entzündung der Zahnwurzel kommen. Möglich ist das etwa nach einer Verletzung, bei tiefer Karies oder auch Zahnfrakturen. Ein solcher Zahn musste lange gezogen werden. Dank der Wurzelbehandlung kann er heute zumindest in seiner Form und Funktion erhalten bleiben.

Dafür werden alle Verästelungen der Zahnwurzel zunächst mechanisch gereinigt und anschließend mit einer antibakteriellen Lösung gespült. Zum Abschluss werden die Kanäle gefüllt und dicht verschlossen. Der behandelte Zahn bleibt „tot“ zurück, kann aber weiterhin normal belastet werden.

Für eine Wurzelbehandlung sind zahlreiche moderne Geräte nötig. So kommt etwa ein Mikroskop zum Einsatz, um auch kleinste Verästelungen umfassend zu reinigen. Die elektronische Längenmessung des Kanalsystems sorgt dafür, dass wirklich ausreichend Füllmasse genutzt wird. Der Zahn bleibt so nachhaltig verschlossen und es dringen keine Bakterien mehr ein.

Zahn retten: Was ist ein nicht erhaltungswürdiger Zahn?

Ein Zahn ist nicht erhaltungswürdig, wenn er seine Funktion nicht mehr erfüllen kann. Der Zahnarzt oder die Zahnärztin macht sich diese Entscheidung aber nicht leicht. Vielmehr wägt er oder sie langfristige Stabilität und mögliche Risiken sorgfältig ab.

Ein Zahn muss etwa gezogen werden, wenn

  • sein Halt dauerhaft beeinträchtigt ist oder eine starke Lockerung (Grad III) vorliegt.
  • es wiederholt und trotz Behandlung zu schweren Entzündungen kommt.
  • zu wenig Restzahnsubstanz vorhanden ist. (zum Beispiel zum Befestigen einer Krone)
  • Karies bis weit unter das Zahnfleisch vorgedrungen ist und nicht mehr entfernt werden kann.

Das Ziel des Zahnarztes oder der Zahnärztin sollte dennoch immer zunächst sein, einen Zahn zu erhalten. In vielen Fällen lohnt sich ein Erhaltungsversuch, etwa durch eine Wurzelbehandlung. Erst wenn die therapeutischen Maßnahmen ausgeschöpft sind oder das Risiko für Folgeschäden zu groß ist, sollte ein Zahn gezogen werden. Doch auch hier bietet die Implantologie heute viele Möglichkeiten, die Lücke funktional und ästhetisch ansprechend zu schließen.

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