Was sind Veneers? Vorteile, Ablauf, Haltbarkeit
Gleichmäßige, helle Zähne machen für die meisten Menschen ein schönes Lächeln aus. Doch Verfärbungen, unregelmäßige Zahnformen oder kleine Zahnlücken können dieses Bild stören. In solchen Fällen können Veneers eine Möglichkeit sein, die sichtbaren Frontzähne ästhetisch zu verändern.
Zu Zahnarzt Sebastian de Barse von der Metropolpraxis in Nürnberg kommen viele Patienten und Patientinnen, die sich für Veneers interessieren. Doch vor der eigentlichen Behandlung legt er Wert auf eine ausführliche Beratung. Denn auch wenn die Keramikverblendschalen viele Patientenwünsche erfüllen können, sollten sie Risiken und zahnschonenderen Alternativen kennen.
Das Wichtigste in Kürze
- Veneers sind dünne Verblendschalen, die dauerhaft auf der sichtbaren Zahnfläche befestigt werden.
- Sie können Zahnfarbe, Zahnform, Zahnlänge und kleinere optische Fehlstellungen verdecken.
- Hochwertige Veneers bestehen meist aus Keramik und werden individuell angefertigt.
- Für klassische Veneers muss häufig eine dünne Schicht Zahnschmelz entfernt werden.
- Die Behandlung ist nach einer Präparation in der Regel nicht rückgängig zu machen.
- Keramikveneers können bei guter Planung und Pflege viele Jahre halten. Eine lebenslange Haltbarkeit kann jedoch nicht garantiert werden.
- Vor der Entscheidung sollten immer Alternativen wie Bleaching, Kompositaufbauten oder eine kieferorthopädische Behandlung geprüft werden.
Was sind Veneers?
Veneers sind dünne Verblendschalen für die Zähne. Sie werden mit einer speziellen Klebetechnik dauerhaft auf der Vorderseite eines Zahns befestigt. So können sie das Aussehen des Zahns, also Farbe, Form, Länge und optische Stellung, verändern, ohne dass er selbst angepasst werden muss.
Dennoch muss für die Befestigung der Veneers der Zahn beschliffen werden. Die Präparation ist weniger aufwändig als bei einer zahnumfassenden Krone, jedoch größer als bei einem Kompositaufbau (Inlay/ Onlay) oder einem Bleaching.
Meist kommen Veneers im sichtbaren Bereich der oberen und teilweise auch der unteren Frontzähne zum Einsatz. Typische Anwendungsgebiete sind etwa starke Zahnverfärbungen oder abgebrochene Ecken.
Welche Arten von Veneers gibt es?
Veneers werden im Zahnlabor individuell auf Ihre persönliche Zahnfarbe und Zahnsituation angepasst. Dafür gibt es unterschiedliche Materialien und Herstellungsmethoden. Zudem müssen die Zähne je nach Art unterschiedlich präpariert werden.
Keramikveneers
Die meisten Veneers werden individuell aus Keramik hergestellt. Dafür erstellt die Zahnarztpraxis einen Abdruck oder einen digitalen Intraoralscan der betroffenen Zähne. Anschließend fertigt das zahntechnische Labor die Verblendschale in der gewünschten Form und Farbe an. Keramik besitzt eine natürliche Lichtdurchlässigkeit und ist farbstabil. Dadurch können hochwertige Keramikveneers der Wirkung natürlicher Zähne sehr nahekommen, weshalb sie der Standard bei den meisten Verblendschalen sind.
Prep-Veneers
Bei sogenannten Prep-Veneers wird die Vorderfläche des Zahns gezielt präpariert. Dabei trägt der Zahnarzt oder die Zahnärztin eine dünne Schicht Zahnschmelz ab, damit genügend Platz für die Keramik entsteht und der Zahn später nicht zu dick oder unnatürlich wirkt.
Wie umfangreich die Präparation ausfällt, hängt von der Zahnstellung, der gewünschten Farbveränderung, der Materialstärke und der geplanten Zahnform ab.
Minimal-Prep-Veneers
Minimal-Prep-Veneers erfordern nur einen sehr geringen Substanzabtrag. Ziel ist, möglichst viel gesunden Zahnschmelz zu erhalten. Denn das schont den Zahn. Allerdings ist das nur bei sehr dünnen Verblendschalen möglich. Diese können nicht bei jeder Zahnsituation eingesetzt werden.
Non-Prep-Veneers
Non-Prep-Veneers können ohne gezieltes Beschleifen des Zahns befestigt werden. Das ist nur unter geeigneten Voraussetzungen möglich, etwa wenn die Zähne eher klein sind, ausreichend Platz vorhanden ist oder Zahnform und Zahnlänge vergrößert werden sollen. Bei bereits großen, nach vorne stehenden oder eng stehenden Zähnen kann eine zusätzliche Keramikschicht zu einem unnatürlich voluminösen Ergebnis führen.
Non-Prep bedeutet außerdem nicht automatisch, dass die gesamte Behandlung vollständig umkehrbar ist. Ob sich Veneers später ohne relevante Veränderungen des Zahns entfernen lassen, hängt unter anderem von der Klebetechnik, dem Material und der individuellen Zahnsituation ab.
Direkte Komposit-Veneers
Bei einer direkten Versorgung modelliert der Zahnarzt oder die Zahnärztin zahnfarbenes Komposit unmittelbar auf dem Zahn. Streng genommen handelt es sich dabei nicht um eine im Labor gefertigte Keramikschale, sondern um einen direkten Kompositaufbau.
Komposit kann eine zahnschonende Alternative sein, wenn nur kleinere Formkorrekturen, Zahnlücken oder abgebrochene Schneidekanten behandelt werden sollen. Das Material lässt sich häufig leichter reparieren als Keramik. Es kann sich im Laufe der Zeit jedoch stärker verfärben oder abnutzen.
Wann können Veneers sinnvoll sein?
In bestimmten Fällen können Veneers auch eine Alternative zu einer Teilkrone sein. Sie sind daher nicht grundsätzlich als rein kosmetische Behandlung einzustufen.
Bei Zahnfehlstellungen ist allerdings zu beachten: Veneers bewegen die Zähne nicht. Sie können eine leichte Fehlstellung lediglich optisch kaschieren. Bei größeren Fehlstellungen oder funktionellen Bissproblemen ist eine kieferorthopädische Behandlung häufig die sinnvollere Lösung.
Veneers können sowohl aus ästhetischen als auch aus restaurativen Gründen eingesetzt werden. Mögliche Anwendungsbereiche sind:
- dauerhaft verfärbte Zähne, die sich durch Bleaching nicht ausreichend aufhellen lassen,
- unregelmäßige oder asymmetrische Zahnformen,
- kleine Lücken zwischen den Frontzähnen,
- abgebrochene Schneidekanten,
- angeborene oder erworbene Schmelzdefekte,
- abgenutzte oder verkürzte Frontzähne,
- ästhetisch störende große Füllungen,
- leichte optische Korrekturen einer Zahnstellung,
- durch einen Unfall geschädigte Frontzähne.
Wann sind Veneers nicht geeignet?
Vor einer Veneer-Behandlung müssen Zähne und Zahnfleisch gesund oder zumindest stabil behandelbar sein. Unter Umständen ist also zunächst eine Behandlung nötig, bevor die Veneers eingesetzt werden können. Gegen eine (sofortige) Versorgung sprechen insbesondere:
- unbehandelte Karies,
- Zahnfleischentzündungen oder aktive Parodontitis,
- unzureichende Mundhygiene,
- stark geschädigte oder instabile Zähne,
- sehr wenig verbliebener Zahnschmelz,
- größere Zahnfehlstellungen,
- ungünstige Zahnkontakte,
- ausgeprägtes Zähneknirschen oder Pressen,
- stark nach vorne stehende Zähne,
- unrealistische Vorstellungen vom möglichen Ergebnis.
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Sind Veneers bei Zähneknirschen möglich? Zähneknirschen, auch Bruxismus genannt, ist nicht immer ein absolutes Ausschlusskriterium. Die zusätzliche Belastung erhöht jedoch das Risiko für Risse, Abplatzungen oder ein Ablösen der Verblendschalen. Vor einer Versorgung sollten deshalb die Bisssituation und mögliche Knirschspuren untersucht werden. Nach der Behandlung kann eine individuell angefertigte Schutzschiene erforderlich sein. |
Welche Vorteile haben Veneers?
Wenn Veneers bei Ihnen infrage kommen, haben sie einige wichtige Vorteile:
natürliches Aussehen
Hochwertige Keramik kann die Farbe, Transparenz und Oberflächenstruktur natürlicher Zähne nachbilden. Zudem lässt sich das Ergebnis individuell an Nachbarzähne, Lippen und Gesicht anpassen. Veneers sorgen damit für ein natürliches Aussehen und sind kaum von echten Zähnen zu unterscheiden.
Veränderung mehrerer Merkmale
Mit Veneers lassen sich Zahnfarbe, Form, Länge und kleinere optische Stellungsabweichungen gleichzeitig korrigieren. Damit bieten sie mehr Möglichkeiten als beispielsweise kieferorthopädische Behandlungen.
hohe Farbstabilität
Keramische Oberflächen sind im Vergleich zu direktem Komposit relativ farbstabil. Sie nehmen Verfärbungen durch Kaffee, Tee oder andere Lebensmittel weniger stark an.
häufig substanzschonender als eine Krone
Da ein Veneer überwiegend die sichtbare Außenfläche bedeckt, muss bei geeigneten Zähnen weniger Substanz entfernt werden als für eine vollständige Krone.
gute Langzeitprognose
Keramische Veneers können bei sorgfältiger Planung, einem hohen Schmelzanteil und guter Nachsorge über viele Jahre funktionieren.
Welche Nachteile und Risiken haben Veneers?
Veneers sind eine bewährte Behandlungsoption, aber nicht frei von Risiken. Bevor Sie sich dafür entscheiden, sollten Sie diese deshalb kennen.
Verlust gesunder Zahnsubstanz
Bei den meisten Veneers muss gesunde Zahnsubstanz entfernt werden. Dieser Schritt ist nicht rückgängig zu machen. Der Zahn wird anschließend wahrscheinlich dauerhaft eine restaurative Versorgung benötigen.
empfindliche Zähne
Nach der Präparation können die behandelten Zähne vorübergehend empfindlicher auf Kälte, Wärme oder Berührung reagieren. In seltenen Fällen können länger anhaltende Beschwerden entstehen.
Bruch oder Abplatzung
Keramik ist belastbar, aber spröde. Ein Unfall, das Beißen auf harte Gegenstände oder starkes Zähneknirschen kann zu Rissen oder Frakturen führen. Frakturen gehören in Langzeitstudien zu den häufigsten technischen Gründen für das Versagen eines Veneers.
Ablösen des Veneers
Eine Verblendschale kann sich teilweise oder vollständig vom Zahn lösen. Ob sie erneut befestigt werden kann, hängt davon ab, ob Veneer und Zahn unbeschädigt geblieben sind.
Karies am Übergang
Die Keramik selbst kann keine Karies bekommen. Der natürliche Zahn bleibt jedoch weiterhin kariesanfällig. Besonders die Übergänge zwischen Veneer und Zahn müssen gründlich gereinigt werden.
Veränderungen am Zahnfleisch
Zieht sich das Zahnfleisch im Laufe der Jahre zurück, kann der Übergang zwischen Veneer und Zahn sichtbar werden. Ungünstig geformte oder schlecht erreichbare Ränder können außerdem die Reinigung erschweren und das Zahnfleisch reizen.
Farbunterschiede zu natürlichen Zähnen
Das Veneer bleibt vergleichsweise farbstabil. Die natürlichen Nachbarzähne können sich jedoch weiter verfärben. Da Keramik nicht gebleicht werden kann, können sich später sichtbare Farbunterschiede entwickeln.
Spätere Erneuerungsbehandlungen
Veneers halten nicht zwangsläufig ein Leben lang. Müssen sie nach einigen Jahren ersetzt werden, kann beim Entfernen und erneuten Vorbereiten des Zahns weitere Zahnsubstanz verloren gehen.
Gerade bei jungen Patienten und Patientinnen sollte deshalb nicht nur das unmittelbare Ergebnis betrachtet werden. Wichtig ist auch die Frage, welche Folgebehandlungen im Laufe des Lebens notwendig werden könnten.
Wie läuft eine Behandlung mit Veneers ab?
Bei einer Veneers-Behandlung werden nicht einfach Verblendschalen auf die Zähne geklebt. Vielmehr ist eine sorgfältige Vorbereitung mit Diagnostik und Planung wichtig. Ein guter Zahnarzt oder eine gute Zahnärztin achtet auf folgende Schritte:
1. Beratung und Untersuchung
Zu Beginn sprechen Sie zunächst mit Ihrem Zahnarzt oder Ihrer Zahnärztin über Ihre Wünsche. Was stört Sie eigentlich an Ihren Zähnen? Geht es hauptsächlich um die Zahnfarbe, um einzelne Zahnlücken, um abgenutzte Schneidekanten oder um eine umfassende Veränderung des Lächelns?
Anschließend untersucht der Zahnarzt bzw. die Zahnärztin unter anderem:
- Zähne und vorhandene Füllungen,
- Zahnfleisch und Zahnhalteapparat,
- Zahnstellung,
- Zahnschmelz und verbleibende Zahnsubstanz,
- Biss und Zahnführung,
- mögliche Knirsch- oder Pressspuren.
Diese umfassende Voruntersuchung ist wichtig, um eventuelle Erkrankungen wie Karies oder Zahnfleischentzündung auszuschließen oder gegebenenfalls zu behandeln.
2. Beratung & ästhetische Planung
Im nächsten Schritt geht es darum, Erwartungen zu klären und über ein mögliches Ergebnis zu sprechen. Häufig zeigt der Zahnarzt oder die Zahnärztin dafür auch Bilder oder sogar Modelle und digitale Scans, sodass Sie sich genau vorstellen können, was Sie nach der Behandlung erwartet.
Zudem spricht er mit Ihnen über mögliche Alternativen wie Bleaching oder kieferorthopädische Behandlungen. Auch die Risiken, wie etwa das Beschleifen der Zähne, sollten klar angesprochen werden. Denn in den meisten Fällen können Veneers nicht einfach wieder entfernt werden. Deshalb sollten Sie sich nach der Beratung auch ausreichend Zeit nehmen, eine Entscheidung zu treffen.
3. Präparation der Zähne
Haben Sie sich für Veneers entschieden, werden bei einem Zahnarzttermin zunächst die Zähne präpariert. Dies sollte so substanzschonend wie möglich erfolgen. Der Zahnarzt oder die Zahnärztin entfernt also so wenig Zahnschmelz wie möglich. Denn wurde dieser entfernt, wächst er in der Regel nicht mehr nach.
Die Präparation erfolgt unter örtlicher Betäubung und ist somit schmerzfrei.
4. Abdruck oder digitaler Scan
Nach der Vorbereitung werden die Zähne abgeformt oder digital gescannt. Diese Vorlage wird anschließend im zahntechnischen Labor genutzt, um die Veneers individuell herzustellen, sodass sie exakt zu Ihnen passen.
In der Zwischenzeit können provisorische Verblendschalen eingesetzt werden, sofern das nach der Präparation notwendig sein sollte.
5. Befestigung der Veneers
Bevor die Veneers endgültig mit dem Zahn verklebt werden, prüft der Zahnarzt oder die Zahnärztin den Sitz. Wichtige Kriterien sind etwa:
- Passung und Randverlauf,
- Farbe und Lichtwirkung,
- Form und Länge,
- Kontakte zu den Nachbarzähnen,
- Zusammenbiss und Zahnführung,
- Wirkung im Verhältnis zu Lippen und Gesicht.
Änderungswünsche sollten möglichst in dieser Phase besprochen werden. Anschließend wird die Verblendschale mit einem speziellen Befestigungskomposit am Zahn verklebt. Dafür werden Zahnoberfläche und Keramik konditioniert. Die adhäsive Befestigung sorgt für einen festen Verbund zwischen Zahn und Verblendschale. Nach dem Aushärten entfernt der Zahnarzt oder die Zahnärztin überschüssiges Material und kontrolliert die Übergänge und den Biss. Danach ist die Behandlung abgeschlossen.
6. Nachkontrolle
Ein bis zwei Wochen nach der Behandlung sollte eine Nachkontrolle stattfinden. Der Zahnarzt oder die Zahnärztin kontrolliert erneut den Biss und die Kontaktpunkte zu den Nachbarzähnen. Zusätzlich sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen im weiteren Verlauf wichtig, um den Zustand der Veneers, der Kleberänder und der umliegenden Zähne langfristig zu überwachen.
Wie lange halten Veneers?
Die am häufigsten genannte Lebensdauer von Veneers sind zehn bis 15 Jahre. Allerdings halten einige Veneers deutlich länger, andere müssen früher ersetzt werden. Die Haltbarkeit wird unter anderem beeinflusst durch:
- Umfang der Präparation und Menge des erhaltenen Zahnschmelzes
- Material und Materialstärke
- Qualität der Klebeverbindung
- Biss und Zahnführung
- Mundhygiene
- regelmäßige Kontrollen
- Unfälle und starke mechanische Belastungen z. B. Knirschen
Langzeitstudien und Übersichtsarbeiten untersuchen zudem häufig nur die Überlebensrate. Es kann also durchaus sein, dass Veneers nicht ersetzt, aber repariert werden müssen.
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Lebensdauer heißt nicht komplikationsfreier Erfolg |
Veneers oder Alternative: eine einfache Entscheidungshilfe
| Ausgangssituation | häufig zuerst zu prüfende Option | wann Veneers infrage kommen können |
| Zahnfarbe zerstört | professionelle Zahnreinigung | wenn die Verfärbung nicht ausreichend aufhellbar ist |
| kleine Ecke ist abgebrochen | Kompositionsaufbau | bei größeren Formveränderungen oder besonderen ästhetischen Anforderungen |
| kleine Zahnlücke | Komposit oder Kieferorthopäde | wenn zusätzlich Zahnform und Proportion verändert werden sollen |
| Zähne stehen schief | kieferorthopädische Behandlung | bei leichten optischen Abweichungen und geeigneter Bisssituation |
| Zahn ist stark beschädigt | Teilkrone oder Krone | wenn noch ausreichend stabile Zahnsubstanz vorhanden ist |
| Zähne sind durch Knirschen abgenutzt | Funktionsdiagnostik und Bruxismusbehandlung |
als Bestandteil eines funktionell geplanten Gesamtkonzepts |
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Die entscheidende Frage lautet nicht, mit welcher Methode sich das schnellste Ergebnis erzielen lässt. Aus zahnärztlicher Sicht sollte vielmehr geprüft werden: Welche Behandlung erreicht das gewünschte Ergebnis mit dem geringsten notwendigen Verlust gesunder Zahnsubstanz? |
Häufige Fragen zu Veneers
Tut die Veneers Behandlung weh?
Die Präparation für Veneers kann unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden und sollte währenddessen nicht schmerzhaft sein. Danach können die Zähne vorübergehend empfindlich reagieren. Bei Non-Prep-Veneers ist unter Umständen keine Präparation oder Betäubung nötig.
Können Veneers wieder entfernt werden?
Wurde für das Veneer Zahnschmelz entfernt, ist die Behandlung nicht vollständig rückgängig zu machen. Nach dem Entfernen benötigt der Zahn in der Regel erneut ein Veneer oder eine andere restaurative Versorgung.
Bei präparationsfreien Versorgungen kann eine Entfernung theoretisch zahnschonender möglich sein. Eine Garantie, dass der Zahn danach vollständig unverändert ist, lässt sich jedoch nicht allgemein geben.
Können Zähne unter Veneers Karies bekommen?
Ja. Das Veneer selbst bekommt keine Karies, der natürliche Zahn darunter und an den Rändern bleibt jedoch kariesanfällig. Eine sorgfältige Mundhygiene und regelmäßige Kontrollen bleiben daher notwendig.
Verfärben sich Veneers?
Keramikveneers sind vergleichsweise farbstabil. Verfärbungen können jedoch an den Übergängen entstehen. Außerdem können sich die natürlichen Nachbarzähne im Laufe der Zeit farblich verändern.
Komposit-Veneers sind anfälliger für Verfärbungen und Oberflächenveränderungen.
Kann man Veneers bleichen?
Nein. Zahnaufhellungsmittel verändern die Farbe von Keramik oder Komposit nicht. Soll das natürliche Gebiss aufgehellt werden, sollte dies möglichst vor der endgültigen Farbauswahl der Veneers erfolgen.
Kann man mit Veneers normal essen?
Nach der vollständigen Befestigung ist normales Essen grundsätzlich möglich. Sehr harte Belastungen sollten jedoch vermieden werden. Dazu gehören beispielsweise das Zerbeißen von Eiswürfeln, harten Bonbons oder Nussschalen.
Muss man immer mehrere Zähne behandeln?
Nein. Auch ein einzelner Zahn kann mit einem Veneer versorgt werden. Die farbliche und formale Anpassung an die Nachbarzähne kann bei Einzelveneers allerdings besonders anspruchsvoll sein.