Elektrische Zahnbürste versus Handzahnbürste- welche soll es sein?

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Zahnbürsten begleiten uns das ganze Leben. Mit etwa sechs Monaten haben wir sie das erste Mal in der Hand. Die anfänglichen Zahnputzversuche sind aufregend und mit der Zeit werden sie immer sicherer. Viele Kinder steigen mit der Zeit auf eine elektrische Zahnbürste um, während ihre Eltern neuerdings auf Ultraschall zur Reinigung setzen.

Kann die Handzahnbürste noch mit den neuen Modellen mithalten? Welche Vor- oder Nachteile haben elektrische Bürsten?

Zahnreinigung mit der Handzahnbürste

Darin sind sich Zahnärzte einig: wer gute Ergebnisse mit einer Handzahnbürste erreicht, muss nicht zwangsläufig zur elektrischen Variante wechseln. Eine gründliche manuelle Reinigung nimmt mehr Zeit in Anspruch. Studien zeigen aber, dass die herkömmlichen Modelle mit der richtigen Putztechnik neuen Bürsten in nichts nachstehen.

Zahnbürsten mit Köpfen aus Kunststofffasern sollten Naturfasern vorgezogen werden, denn diese sind innen meist hohl und damit ein Nährboden für Bakterien. Regelmäßiger Austausch der Bürsten ist aber auch bei synthetischen Fasern wichtig. Hier kommt ein klarer Vorteil der Handzahnbürsten zur Sprache, denn sie sind um Längen günstiger als ihre elektrischen Verwandten.

Zahnreinigung mit der oszillierenden Zahnbürste

Für die meisten ist der wichtigste Vorteil einer elektrischen Zahnbürste die verkürzte Putzzeit. Tatsächlich lassen sich mit der richtigen Technik gute Ergebnisse schneller erreichen als mit der Handzahnbürste. Zahnärzte bemängeln allerdings, dass viel zu wenig verlässliche Forschung im Bereich der Zahnreinigung vorliegt.

Die umfangsreichsten Studien gibt es für elektrische Zahnbürsten mit rundem Kopf. Dieser oszilliert, das heißt er schwingt hin und her. Gerade Kinder und auch ältere Menschen profitieren von diesen Bürsten, denn sie nehmen ihnen die Bewegungen ab. Sie müssen den Bürstenkopf nur noch auf jeden einzelnen Zahn setzen und dabei langsam am Rand des Zahnfleisches entlangfahren. Auf die Zahnzwischenräume muss besonders gründlich geachtet werden. Grundsätzlich lässt sich also sagen, dass die oszillierende Zahnbürste zwar etwas Arbeit abnimmt, aber dennoch ein sehr gründliches Vorgehen nötig ist.

Zahnreinigung mit der Schallzahnbürste

Wer sich nicht zu den sorgfältigen Putzern zählt, ist mit einer Schallzahnbürste vielleicht besser bedient. Anstelle eines elektrischen Antriebs funktionieren diese Modelle mit Schallenergie. Bis zu 30.000 Bewegungen pro Minute schafft so eine Zahnbürste und ist damit etwa zehnmal schneller als eine oszillierende Bürste und sogar hundertmal schneller als das manuelle Modell.

So eindrucksvoll das auch klingen mag, wie gut sind die Ergebnisse tatsächlich? Diese Frage lässt sich bisher nur vage beantworten, denn verlässliche Evidenz steht noch aus. Zwar versprechen Hersteller und überzeugte Zahnärzte, dass  mit der Kombination aus Schall und Zahnpastaschaum auch nicht erreichbare Stellen gereinigt werden, Beweise dafür haben sie aber nicht.

Herkömmliche elektrische Zahnbürsten schaffen hartnäckigere Beläge besser, da sie im Gegensatz zu Schallmodellen noch mit Druck arbeiten. Verfärbungen durch etwa Tee oder Nikotin lassen sich effektiver entfernen als mit anderen Bürsten.

Fazit

Beide Varianten eines elektrischen Modells haben in ihrem Kostenfaktor einen klaren Nachteil im Vergleich mit der Handzahnbürste. Vor allem Schallzahnbürsten beanspruchen den Geldbeutel immens.

Eine allgemeine Empfehlung gibt es demnach nicht. Egal für welches Modell Sie sich entscheiden, Ihre Putztechnik entscheidet über das Ergebnis.

 Grafik Zähneputzen