Aus Bayern an die Weltspitze: Cannabis-Sorte einer deutschen Marke gewinnt Weltmeister-Titel

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Eine Hand besprüht eine junge Cannabispflanze mit Wasser; feine Tropfen liegen auf den grünen Blättern vor dunklem Hintergrund. In Deutschland dürfen Erwachsene ab 18 Jahren bis zu drei Cannabispflanzen für den Eigenbedarf haben. | © Sarah - stock.adobe.com

Eine bayerische Marke sorgt international für Aufsehen: Die Sorte Voyager F1 von BudVoyage aus Regensburg gewann beim Autoflower World Cup den Titel „Beste neue Autoflower-Sorte“ – einem der größten Wettbewerbe für selbstblühende Cannabis-Pflanzen. Der erst 2024 gestartete Newcomer setzte sich gegen etablierte internationale Züchter durch. Nach Unternehmensangaben ist es der erste Titel dieser Art für eine deutsche Marke mit eigener Genetik.

Was hat die Marke aus Regensburg gewonnen?

Der Autoflower World Cup fand 2026 in Berlin statt. Eine unabhängige Fachjury bewertet dort selbstblühende Cannabis-Sorten aus aller Welt nach Kriterien wie Wuchsverhalten, Robustheit, Ertrag und Aroma. In der Kategorie „Beste neue Autoflower-Sorte“ setzte sich die Genetik Voyager durch, die während der Testphase intern noch unter dem Namen „Gummy Juice Auto“ lief.

Für Leserinnen und Leser, die mit der Szene weniger vertraut sind: Autoflower-Sorten blühen unabhängig vom Lichtzyklus und gelten als besonders einsteigerfreundlich, da sie ohne aufwendige Lichtsteuerung schnell zur Ernte kommen. Weitere Informationen zum Wettbewerb finden sich auf der Seite des Autoflower World Cup. Genau in diesem international stark besetzten Segment hat sich eine Genetik aus Bayern nun an die Spitze gesetzt – ein Ergebnis, das in der Fachwelt für Gesprächsstoff sorgt, weil neue Autoflower-Genetiken jedes Jahr in großer Zahl vorgestellt werden und sich nur wenige gegen die Konkurrenz durchsetzen.

Warum ist das für Bayern interessant?

Hinter BudVoyage stehen die Gründer von Hans Brainfood aus Regensburg. BudVoyage wurde 2024 gestartet und zählt damit zu den jüngeren Marken der Branche, hat sich aber mit eigener Genetik und einem klaren Qualitätsanspruch positioniert. Wer sich für Cannabissamen von BudVoyage interessiert, findet ein Sortiment, das komplett auf den privaten Eigenanbau für Erwachsene ab 18 Jahren ausgerichtet ist, von Automatic- über feminisierte bis zu F1-Hybrid-Sorten. Für Matthias Coufal ist der Erfolg vor allem ein Beleg für den eigenen Weg: „Gute Erde und eine gute Genetik, mehr braucht es nicht. Der Cup ist der unabhängige Beweis dafür.“ Dass ein Titel dieser Art nun mit Regensburg verbunden ist, ist ungewöhnlich – die großen Namen der Branche sitzen traditionell nicht in der Oberpfalz. Für die Region ist das mehr als eine Randnotiz: Es zeigt, dass auch abseits der etablierten Zentren der Cannabis-Selektion international konkurrenzfähige Arbeit entstehen kann, wenn Genetik und Anbau-Know-how sauber zusammenspielen.

Wie wichtig ist dieser Titel in der Branche?

Der Autoflower World Cup gilt in der Cannabis-Züchterszene als eine der angesehensten unabhängigen Auszeichnungen für neue Genetiken, weil die Bewertung nicht von den Herstellern selbst, sondern von einer externen Fachjury vorgenommen wird. Matthias Coufal vergleicht die Bedeutung mit einem sportlichen Großereignis: „Das ist in der Cannabis-Branche wie der WM-Titel im Fußball – und das für einen absoluten Newcomer. Wir haben den Titel zum ersten Mal nach Deutschland geholt.

Besonders bemerkenswert: In der Kategorie „Beste neue Autoflower-Sorte“ musste sich nach Unternehmensangaben ausgerechnet der etablierte Anbieter Royal Queen Seeds mit dem zweiten Platz zufriedengeben, auch der bekannte Züchter Fast Buds ging in dieser Runde leer aus. Beide Unternehmen selektieren und vertreiben seit vielen Jahren international und verfügen über deutlich größere Ressourcen als das 2024 gestartete Unternehmen aus Bayern. Dass Voyager sich in diesem Umfeld durchsetzen konnte, unterstreicht, wie ernst die Fachjury die Sorte trotz der kurzen Unternehmensgeschichte von BudVoyage genommen hat.

Wer hat die Sorte gezüchtet und angebaut?

Die Genetik der Sorte Voyager stammt von Züchter Dr. Tim Rieseberg, der für BudVoyage die entsprechenden Kreuzungen entwickelt hat. Angebaut und für den Wettbewerb kultiviert wurde die Siegerpflanze jedoch nicht am Firmensitz in Regensburg, sondern von Steffen Gehre und seinem Berliner Grow-Projekt Living Terps Berlin.

Diese Unterscheidung ist wichtig: BudVoyage liefert die Genetik und das Selektions-Know-how, der eigentliche Anbau der ausgezeichneten Pflanze lag in den Händen des Berliner Growers. Erst das Zusammenspiel aus bayerischer Genetik und Berliner Anbau-Handwerk hat am Ende zum Titel geführt – ein Modell, das zeigt, wie eng Züchterinnen bzw. Züchter und Growerinnen bzw. Grower in der Szene mittlerweile zusammenarbeiten, um das Potenzial einer Genetik überhaupt sichtbar zu machen.

Was ist das Besondere am Anbau?

Steffen Gehre setzt bei Living Terps Berlin auf einen bewusst bodenständigen Ansatz: Anbau in lebendiger Erde, sogenannter Living Soil, ergänzt durch Komposttee statt synthetischer Mineraldünger. Die Idee dahinter: Ein gesundes, mikrobiell aktives Bodenleben soll die Pflanze auf natürliche Weise mit Nährstoffen versorgen und so Aroma, Widerstandsfähigkeit und Robustheit fördern, statt kurzfristig über chemische Düngergaben zu arbeiten. Dieser Ansatz gilt unter erfahrenen Growerinnen und Growern als anspruchsvoller als klassische Mineraldüngung, weil er Geduld und ein gutes Gefühl für das Bodenleben erfordert. Dafür entstehen häufig aromatisch komplexere und stressresistentere Pflanzen. Für BudVoyage ist genau diese Kombination aus stabiler Genetik und organischem Anbau der Kern der Erfolgsgeschichte – nicht aufwendige Technik oder teures Equipment, sondern Grundlagenarbeit bei Boden und Selektionslinie. Es ist damit auch ein Gegenentwurf zu einem Teil der Branche, der stark auf synthetische Düngesysteme und maximale Erträge setzt.

Wo bekommt man die Samen?

Der Kauf von Cannabissamen ist in Deutschland seit dem Konsumcannabisgesetz (CanG), das am 1. April 2024 in Kraft trat, für Erwachsene ab 18 Jahren grundsätzlich möglich. Volljährige dürfen bis zu drei Pflanzen für den Eigenbedarf anziehen. Dieser Artikel versteht sich als Information und nicht als Aufforderung zum Anbau außerhalb des gesetzlichen Rahmens. Wer sich über die genauen Regelungen informieren möchte, findet die Details zum Gesetz auf der Themenseite des Bundesgesundheitsministeriums zum Cannabisgesetz.

Samen von BudVoyage sind online erhältlich sowie in mehr als 350 Gartencentern in Deutschland. Auch in Bayern und Franken, sodass Interessierte die preisgekrönte Marke nicht nur online, sondern auch bei einem Einkauf in der Region erleben können. Auch für Leserinnen und Leser aus Nürnberg, Fürth und Erlangen ist das eine gute Nachricht: Wer die preisgekrönte Genetik ausprobieren möchte, muss dafür nicht bis nach Regensburg fahren, sondern findet die Samen bei teilnehmenden Gartencentern auch in der eigenen Region. Auf alle Samen gibt BudVoyage außerdem eine 100-Prozent-Keimgarantie: Keimt ein Samen nachweislich nicht, ersetzt das Unternehmen den Ausfall per Gutschein.

Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Fakten rund um die Marke Bud Voyage und den Titel kompakt zusammen:

Firmensitz Regensburg (Bayern)
Gestartet 2024
Ursprung der Genetik Eigene Züchtungen
Ausgezeichnete Sorte Voyager – 1. Platz „Beste neue Autoflower-Sorte“
Anbau der Siegerpflanze Living Terps Berlin (lebendige Erde, ohne synthetische Dünger)
Erhältlich Online und in mehr als 350 Gartencentern
Keimgarantie 100 Prozent

Die Tabelle zeigt: Der Erfolg beim Autoflower World Cup beruht nach Darstellung des Unternehmens auf klarer Herkunft, eigener Genetik und einem breiten Vertriebsnetz, das den Titel auch praktisch in der Region erlebbar macht.

Für Einsteigerinnen und Einsteiger bietet BudVoyage außerdem ein Easy-GrowKit an, das den Anbau vereinfacht, weil dabei vor allem regelmäßiges Gießen im Vordergrund steht.

Häufige Fragen zum Titel und zu Bud Voyage

Welche bayerische Marke hat den Autoflower World Cup gewonnen?

BudVoyage aus Regensburg hat mit der Sorte Voyager die Kategorie „Beste neue Autoflower-Sorte“ beim Autoflower World Cup gewonnen.

Was genau wurde ausgezeichnet?

Ausgezeichnet wurde der erste Platz in der Kategorie „Beste neue Autoflower-Sorte“ – also die beste neu vorgestellte selbstblühende Cannabis-Genetik des Wettbewerbs.

Warum ist der Titel so bedeutend?

Der Autoflower World Cup gilt als eine der angesehensten unabhängigen Auszeichnungen für neue selbstblühende Genetiken. In der Branche wird er mit einem WM-Titel im Fußball verglichen.

Gegen wen hat sich die Sorte durchgesetzt?

Voyager setzte sich nach Unternehmensangaben gegen etablierte internationale Anbieter durch: Royal Queen Seeds kam in der Kategorie auf den zweiten Platz, auch Fast Buds ging leer aus.

Wo kann man die Samen in der Region kaufen?

BudVoyage-Samen sind laut Unternehmen online sowie in mehr als 350 Gartencentern in Deutschland erhältlich.

Ist der Kauf legal?

Seit dem Konsumcannabisgesetz (CanG) vom 1. April 2024 dürfen Erwachsene ab 18 Jahren in Deutschland Cannabissamen legal kaufen. Bis zu drei Pflanzen für den Eigenbedarf sind erlaubt.

Wie wurde die Siegerpflanze angebaut?

Die Siegerpflanze wurde von Steffen Gehre bei Living Terps Berlin in lebendiger Erde (Living Soil) angebaut, organisch gedüngt und ohne synthetische Mineraldünger kultiviert.

Was ist eine Autoflower-Sorte?

Eine Autoflower-Sorte ist eine selbstblühende Cannabis-Genetik, die unabhängig vom Lichtzyklus in die Blüte geht – dadurch wächst sie schnell und ist besonders einsteigerfreundlich.

Ein Weltmeister-Titel mit bayerischer Adresse

Dass eine 2024 gestartete Marke aus Regensburg etablierte internationale Anbieter wie Royal Queen Seeds und Fast Buds hinter sich lässt, ist eine ungewöhnliche Geschichte – und genau deshalb bemerkenswert. BudVoyage zeigt, dass eigene Genetik, sorgfältiger Anbau und ein klarer regionaler Bezug auch in einer international dominierten Branche einen Titel nach Bayern holen können. Wer die preisgekrönte Genetik selbst ausprobieren möchte, findet die Samen online sowie in teilnehmenden Gartencentern auch in der Region. Für die Region ist das ein kleines Stück Stolz mit großer Symbolkraft: aus der Oberpfalz in die Weltspitze der Autoflower-Züchtung.

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