5 Sommer-Hautprobleme und wie sie gelindert werden

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1. Hitzepickel und was dagegen hilft

Kleine Pusteln, die mit den klassischen Pickeln nicht viel gemein haben – sogenannte Hitzepickel entstehen bei heißen Temperaturen, wenn die Haut aufquillt und so für einen höheren Feuchtigkeitsgehalt sorgt. Das Ausdehnen kann zu Verstopfungen der Schweißdrüsen führen, was die typischen Pusteln hervorruft. Sie sehen an delikaten Stellen nicht nur unansehnlich aus, sondern können auch brennen oder einen Juckreiz auslösen.

Lockere und atmungsaktive Kleidung hilft, Hitzepickeln vorzubeugen. Durch die leichten Stoffe kann die Haut im wahrsten Sinne des Wortes atmen, der Schweiß besser abtransportiert werden. Regelmäßiges Duschen bzw. Baden unterstützt die Öffnung der Talgdrüsen ebenfalls und hat nebenbei einen erfrischenden Effekt. Ein regelmäßiges Peeling fördert die reinigende Wirkung und sorgt zusätzlich für eine schöne, glatte Haut.

Im Sommer benötigt die Haut besonders viel Pflege. Für Neurodermitiker ist auch ausreichend UV-Schutz notwendig, denn die Strahlung stresst zusätzlich.

Zu viel UV-Strahlung kann Neurodermitis fördern

Im Sommer mit Neurodermitis leben ist deutlich leichter als in anderen Jahreszeiten. Tatsächlich können dies viele Betroffene bestätigen, allerdings kann die Haut durch UV-Strahlen und Pollen auch in der warmen Jahreszeit gereizt werden. Untersuchen zeigen, dass Neurodermitiker auch in den Sommermonaten leiden. Ursächlich dafür ist ein Eiweißkomplex, das Inflammasom. Jeder hat es in seinen Zellen, denn es ist fester Bestandteil des Immunsystems.

Trifft eine Mischung aus Pollen und UV-Strahlung auf die Neurodermitikerhaut, kann dies eine Entzündungsreaktion auslösen. Die Pollen fördern nämlich die Ausschüttung von Substanzen, die sich an die menschlichen Zellrezeptoren andocken und als Trigger für Entzündungen gelten. Die UV-Strahlung verstärkt diesen Effekt zusätzlich. Abhilfe bringt ein Bedecken der empfindlichen Hautstellen, unter anderem mit UV-Schutzkleidung. Wohltuend für die Haut sind vor allem lockere Schnitte und die richtigen Materialien. Leinen, weiche Baumwolle oder Viskose vermeiden eine zusätzliche Reizung der Haut und beugen durch ihre atmungsaktive Textur einem Hitzestau vor.

Tipp: Ist der Juckreiz doch zu groß, verschaffen feuchte Wickel rasche Hilfe. Dafür einfach ein Tuch mit kaltem Wasser benetzen und auf den Nacken legen. Das bringt Linderung für den ganzen Körper und entspannt.

2. Wundstellen an den inneren Oberschenkeln

Hautirritationen treten in den Sommermonaten häufig auch zwischen den Oberschenkeln auf. Durch das Tragen von Kleidern, Shorts und anderen luftigen Outfits reiben Hautpartien aneinander und können sich durch die Bewegung und Schweißbildung entzünden. Das ist nicht nur ein unangenehmes Gefühl, sondern schmerzlich und oft auch mit roten Hautstellen einhergehend.

Um die Reibung zu vermeiden, hilft Babypuder. Es saugt den Schweiß auf und vermindert die Reibung. Viele Frauen tragen unter dem luftigen Kleid eine Shorts aus Baumwolle, sodass die nackten Hautstellen nicht aufeinandertreffen und durch die Bewegungen aufgerieben werden.

3. Mallorca-Akne: Sonnenallergie kann jeden treffen

Juckreiz, Pickel, Pusteln – sie alle zeigen sich häufig sogar plötzlich bei der sogenannten Mallorca-Akne, die auch als Sonnenallergie bekannt ist. Ursächlich für die Irritationen der Haut ist vor allem das Zusammenspiel aus UV-Strahlung, Sonnenschutz und Pflegeprodukten. Im Sommer braucht die Haut besondere Pflege, das wissen auch viele gesundheitsbewusste Bürger. Auch der Schutz vor der UV-Strahlung wird ernst genommen und Sonnenschutz aufgetragen.

Jedoch kann die Haut oft mit dem plötzlichen Überangebot an Pflege- und Inhaltsstoffen nicht umgehen. Die auftreffende UV-Strahlung verstärkt diesen Prozess zusätzlich, sodass es häufig zu Entzündungsreaktionen kommt. Einige Hautstellen röten sich, jucken oder sind sogar entzündet. Treten diese Reaktionen auf, ist rasche Hilfe für Linderung gefragt.

Eine SOS-Lösung ist das Kühlen der betroffenen Partien. Der Juckreiz wird gestillt, durch die Irritationen hervorgerufene kleine Schwellungen klingen ab. Das Sonnenbad sollte künftig ohne direkte UV-Einstrahlung genossen werden. Außerdem empfiehlt sich ein Blick auf die Inhaltsstoffe der verwendeten Pflegeprodukte. Wer feststellt, dass er nach Nutzung bestimmter Cremes und Co. immer Hautirritationen bekommt, sollte sie unbedingt absetzen und auf Alternativen zurückgreifen. Eine Konsultation beim Hautarzt hilft, um mögliche Allergien auf Stoffe aufzudecken und die Pflege für einen ungetrübten Sommergenuss anzupassen.

4. Hautpilz kann jeden treffen

Grundsätzlich können Hautpilzerkrankungen ganzjährig auftreten. Untersuchungen zeigen jedoch, dass der Sommer die Infektionszahl durch das Klima deutlich fördert. Feuchte Luft, warme Temperaturen – so vermehrt sich der Hautpilz besonders gern und zeigt sich in unschönen geröteten Stellen auf der Haut.

Die Ursachen für den Befall variieren. Im Sommer ist Schwitzen kaum zu vermeiden. Staubpartikel aus der Umgebungsluft setzen sich gern auf die transpirierende Haut und sind ein idealer Nährboden für die Pilzbildung. Eine intensive Hautreinigung verleiht in den Sommermonaten nicht nur ein frisches Gefühl, sondern unterstützt die Pilzvorbeugung.

5. Fußpilz im Sommer: Vor allem öffentliche Badeplätze sind wahre Hotspots

Neben dem Hautpilz ist eine andere Pilzart im Sommer besonders weitverbreitet: der Fußpilz. Viele Bürger möchten sich in öffentlichen Schwimmbädern erfrischen, doch genau hier lauert die Gefahr. Zahlreiche Menschen sind mit Fußpilz infiziert, ohne es (schon) zu wissen. Das Heimtückische am Pilz ist seine schleichende Sichtbarkeit. Einmal befallen, zeigen sich die ersten Auffälligkeiten am Fuß bzw. Nagel erst nach einiger Zeit durch Verfärbungen oder Veränderungen der Oberflächenstruktur. Doch bis dahin haben die Pilzsporen schon gestreut und können viele andere Bürger infiziert haben.

 

Auch die Füße benötigen im Sommer ausreichend Pflege. Frischluft und regelmäßiges Waschen gehören dazu.

Das Laufen ohne Schuhe im öffentlichen Schwimmbad wird zur wahren Pilzfalle. Deshalb empfehlen Experten immer das Tragen von Badeschuhen. Ein idealer Nährboden für den Pilz sind geschlossenes Schuhwerk und schwitzende Füße. Das feuchtwarme Klima begünstigt die Ausbreitung und unbehandelt kann sich der Pilz zu einem hartnäckigen Begleiter entwickeln.

Luftiges Schuhwerk ist im Sommer deshalb ein Muss, um das Schwitzen zu vermeiden; regelmäßiges Reinigen der Füße zur Vermeidung der Bakterienverbreitung ebenfalls. Für einen Frischekick sorgt ein kühlendes Fußbad im Sommer. Nach dem nassen Genuss sollten die Füße gut abgetrocknet werden, vor allem in den Zehenzwischenräumen. Auf diese Weise kann sich auch ein hartnäckiger Hautpilz, der das feuchtwarme Sommerklima ebenfalls liebt, nicht bilden.