Richtig einschlafen will gelernt sein – 5 Tipps zum Babyschlaf

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Guter Schlaf ist wichtig. Die Eindrücke des Tages werden verarbeitet und der Körper sammelt neue Energie. Dass Babys und Kleinkinder zu einer geregelten Uhrzeit einschlafen, ist für einige Eltern jedoch ein wochen- oder gar monatelanger Kampf. Diese Regelmäßigkeit ist aber wichtig, damit auch die Erwachsenen zu ihren benötigten Ruhepausen kommen. Wie können Sie als Eltern also die Schlafenszeit Ihres Kindes steuern und welche Routinen können dabei helfen?

Warum ist die Entwicklung eines Schlafrhythmus wichtig?

Während erwachsene Menschen bereits seit Jahren oder Jahrzehnten den eigenen Schlafbedarf einschätzen können und vielleicht sogar eigene Einschlafrituale entwickelt haben, ist das für Babys und Kleinkinder nicht so einfach. Während sie kurz nach der Geburt zunächst bis zu 20 Stunden am Tag schlafen, kann es sein, dass sie im Laufe der nächsten Monate Probleme damit bekommen, zu einer ähnlichen Zeit einzuschlafen. Die Ursache ist dabei nicht immer sofort festzustellen.

Zum Beispiel trägt die rasante Entwicklung innerhalb des ersten Lebensjahres, etwa in Form von Wachstumsschüben oder den ersten Zähnen ihren Teil dazu bei. Ebenso kann die Verarbeitung aller neuen Eindrücke und die damit verbundene Aufgeregtheit zu Schlafproblemen führen. Auch falsche Routinen, die sich im Laufe des ersten Lebensjahres eingeprägt haben, sind häufig Teil des Problems.

Allen Hindernissen zum Trotz ist es wichtig, dem Nachwuchs bereits frühzeitig beizubringen, zu einer bestimmten Uhrzeit alleine einzuschlafen. Denn wenn andauernd ein Elternteil an der Seite wacht, bis das Kind eingeschlafen ist, lernt es nie selbstständig zu schlafen und ein Teufelskreis kann beginnen. Um den kleinen Erdenbürger langsam und behutsam auf diese Selbstständigkeit vorzubereiten, können Einschlafrituale helfen. Sie vermitteln Sicherheit und zeigen, dass Schlaf und Dunkelheit etwas Erholsames sind und nicht wovor man sich fürchten muss.

Rituale können sinnvoll sein, um eine Routine zu entwickeln

Alle Eltern, die für ihr Kind ein Ritual einführen wollen, sollten darauf achten, dass es sich bei den überlegten Maßnahmen nicht um etwas Einmaliges oder Gelegentliches handelt. Damit ein Effekt eintreten kann, müssen die einzelnen Elemente regelmäßig eingesetzt werden. Am besten jeden Tag und in der immer gleichen Reihenfolge.

Mithilfe dieser Routinen können Babys und Kleinkinder bereits nach kurzer Zeit lernen, dass es gleich Zeit für das Bett ist. Auch Eltern können in diesem Zeitraum den Stress des Alltags ausblenden und sich ganz auf die intensive und schöne Zeit mit dem eigenen Nachwuchs konzentrieren.

Egal für welche Maßnahmen Sie sich entscheiden, es ist wichtig für jede Routine, dass sie immer an derselben Stelle endet. Auch wenn das an manchen Tagen und besonders zu Beginn schwerfällt, ist es ein wichtiges Signal, dass der Tag nun sein Ende findet. Um Ihnen dabei zu helfen, Ihre eigenen Rituale zu entwickeln und Sie vielleicht zu inspirieren, haben wir für Sie hier einige bereits erfolgreich erprobte Vorschläge:

1. Verbleibende Energie loswerden

Besonders zu Beginn des Lebens prasseln jeden Tag unzählige neue Eindrücke, Gerüche, Geschmäcker oder Bilder auf ein Kind ein. Das kann dazu führen, dass die neuen Informationen viel Energie freisetzen und die Neugier wecken, noch mehr von der Welt zu erfahren. Um diese überschüssige Energie loszuwerden, kann es hilfreich sein, Spiele an den Anfang der Routine zustellen, bei denen sich das Kind noch einmal richtig auspowern kann.

2. Üben der täglichen Körperpflege

Um bereits frühzeitig die Grundlagen für die Zukunft zu legen, kann es sinnvoll sein, die tägliche Körperpflege in das Einschlafritual einfließen zu lassen. Dabei sind die Möglichkeiten vielfältig. Über ein warmes Bad ein- oder zweimal in der Woche hin zur täglichen Körperpflege durch gründliches Waschen. Beides kann helfen, die Muster der Körperpflege bereits früh einzuprägen. Gleichzeitig wird dadurch die Eltern-Kind-Beziehung durch viel Nähe und Körperkontakt weiter gestärkt.

Auch die Zahnfleischmassage, Zähne putzen und Windeln wechseln sind Aufgaben die in den abendlichen Rhythmus eingebaut werden können. So kann direkt eine Assoziation zwischen der Körperpflege und der geistigen Vorbereitung auf den kommenden Schlaf hergestellt werden.

3. Verabschieden von der Familie

Egal ob in einer größeren Familie mit mehreren Geschwistern oder bei jungen Eltern mit dem ersten Kind, Gute-Nacht-Wünsche einbauen ist sehr beliebt. Das Kind wird explizit für diesen Abend verabschiedet, was mit zunehmender Dauer klar macht, dass die nächste Station das Bett ist.

4. Etwas vorlesen oder singen

Wenn Mama oder Papa mit sanfter Stimme ein Lied singen oder auch nur eine Melodie summen, kann das beim Nachwuchs für viel Entspannung sorgen.
Wer nicht singen möchte, kann mit ruhiger Stimme eine Geschichte vorlesen oder zusammen mit dem Kind ein Bilderbuch ansehen. Bei diesen beiden Aktivitäten treffen mehrere Komponenten aufeinander. Vorlesen hilft dabei neue Wörter zu erkennen, wodurch die sprachliche Entwicklung und der Wortschatz im Kindesalter gefördert werden können. Eine ruhige Stimme wirkt wie beim Singen entspannend und die besondere Zuwendung an jedem Abend steigert die Eltern-Kind-Bindung.

5. Routine immer gleich beenden

Um deutlich zu signalisieren, dass nun die Zeit zum schlafen gekommen ist, ist es wichtig, ein immer gleiches Ende zu haben. Dafür gibt es viele Möglichkeiten. Der Klassiker ist der Gute-Nacht-Kuss, verbunden mit dem Löschen des Lichts.

Aber auch andere Möglichkeiten etwa, das Einschalten der Nachtlampe, sind möglich. Ihrer Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt, denn Sie kenne Ihr Kind am besten. Es kommt einfach auf die Regelmäßigkeit und die Entschlossenheit an. Denn selbst wenn Sie gerne noch beim Kind bleiben wollen, könnte so das Einschlafen hinausgezögert werden.