So unterscheiden Sie Grippe und Erkältung

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Die Symptome von Erkältung und Grippe sind ähnlich. Deshalb benutzen viele die beiden Begriffe als Synonyme. Trotzdem sind sie verschiedene Erkrankungen. Wir klären, wie Sie sie am besten unterscheiden können.

Die Grippe - Krankheitsbeginn, Verlauf und Symptome

Eine Grippe – unter Fachleuten auch Influenza genannt – ist eine durch bestimmte Influenzaviren verursachte Infektionskrankheit. Jährlich sind nach Schätzungen der World Health Organization (WHO) 10 bis 20 % der Weltbevölkerung betroffen. Übertragen werden kann die Grippe über die Schleimhaut der Atemwege, der Augen oder des Mundes. Aus diesem Grund sollten Sie möglichst Abstand zu infizierten Personen halten und die Umgebung desinfizieren.
Eine „echte Grippe“ beginnt meist abrupt. Obwohl man sich eben noch gesund gefühlt hat, überkommen einen plötzlich Kopf-und Gliederschmerzen. Zu den stärker werdenden Schmerzen kommt hohes Fieber hinzu. Der Verlauf einer Grippe ist im Vergleich zu einer Erkältung oft langwieriger: Die Betroffenen sind meist 10 Tage krank, bei manchen benötigt die Genesung auch Wochen. Erkrankte haben ein schwächeres Immunsystem und fühlen sich durch die Influenza stark geschwächt, sodass bakterielle Infektionen ein leichtes Spiel haben und die Beschwerden zusätzlich verstärken. Eine Influenza sollte niemals als harmlos angesehen werden: Pro Jahr sterben bis zu 8.000 Menschen in Deutschland daran. Besondere Vorsicht ist bei Kleinkindern, älteren Menschen und Schwangeren geboten.

Ist man besonders anfällig für die Grippe, so ist über eine Influenzaimpfung zur Vorbeugung nachzudenken. Antibiotika sind bei der Grippe aufgrund der viralen Erreger wirkungslos und sollten nicht genommen werden. Für die Behandlung der Grippe stehen eine Reihe spezifischer, antiviraler Medikamente zur Verfügung. Diese können bei rechtzeitiger Einnahme die Erkrankung abkürzen und lebensgefährliche Komplikationen bei gefährdeten Patientengruppen verhindern. Alle antiviralen Medikamente sind verschreibungspflichtig. Zudem kann eine symptomatische Therapie der auftretenden Beschwerden wie Fieber, Schüttelfrost oder allgemeine Hals- und Kreislaufprobleme parallel erfolgen. Ein Arztbesuch bei einer Influenzavermutung ist daher unerlässlich.

Die Erkältung - Krankheitsbeginn, Verlauf und Symptome

Eine Erkältung wird auch „grippaler Infekt“ genannt und ist ebenso eine Infektionskrankheit der Schleimhäute. Unterschied zu der Grippe liegt zunächst im Erreger. Während die Grippe durch Influenza-Viren verursacht wird, sind es bei der Erkältung verschiedene Viren und Bakterien. Der Anfang einer Erkältung kommt eher schleichend und beginnt zunächst mit allgemeinem Unwohlsein und Heiserkeit. Das erste Symptom einer Erkältung ist oft das subjektive Empfinden zu frösteln. Es wird vermutet, dass Kälte die Entstehung einer Erkältung begünstigt. Reizhusten und Halsschmerzen sowie eine laufende Nase sind die häufigsten Manifestationen einer Erkältung. Erhöhtes Fieber ist bei einer Erkältung eher untypisch. Meistens klingen die Beschwerden innerhalb weniger Tage wieder ab und es kommt zu einer deutlichen Besserung. Ein zuvor geschwächtes Immunsystem wirkt sich negativ auf den Verlauf der Erkältung aus und es kann zu Komplikationen wie einer Nasennebenhöhlen-, Mittelohr-, Mandel- oder sogar zu einer Lungenentzündung kommen. Bei der Erkältung hilft nur eins: Auskurieren und bei Bedarf Schmerzmittel, Nasensprays oder die bewährten Hausmittel anwenden. Sowohl bei der Grippe als auch bei der Erkältung ist auf genügend Körperruhe und eine ausgewogene Ernährung zu achten, um die Heilung zu fördern und eventuelle Komplikationen zu vermeiden.

So unterscheiden Sie schnell eine Grippe gegenüber einer Erkältung

Anhand dieser Merkmale können Sie schnell unterscheiden, ob es sich bei Ihnen um eine Grippe oder Erkältung handelt:

Grippe:

  • Rascher, abrupter Krankheitsbeginn

  • Starke Gliederschmerzen

  • Hohes Fieber

  • Starke, bohrende Kopfschmerzen

  • Starke Halsschmerzen mit Schluckbeschwerden

  • Starke Erschöpfung des Körpers: Appetitlosigkeit, Schwächegefühl, Kreislaufbeschwerden

  • Genesungsdauer 10 Tage bis hin zumehreren Wochen, je nach Schweregrad

 Erkältung:

  • Schleichender, langsamer Krankheitsbeginn

  • Frösteln, Heiserkeit, Abgeschlagenheit

  • Niesen, laufende bzw. verstopfte Nase

  • Kein bzw. niedriges Fieber

  • Genesungsdauer 5-7 Tage