Medikamente aus der Natur - so wirkungsvoll sind sie

Mehrere Blisterpackungen mit verschiedenen Tabletten und Kapseln liegen auf einem blauen Hintergrund. Die Packungen enthalten weiße und cremefarbene Medikamente in unterschiedlichen Formen und Größen.

Natürliche Medikamente werden seit Jahrzehnten immer beliebter. Nicht nur Patienten und Patientinnen selbst, auch die Wissenschaft hegt großes Interesse an diesem Bereich. Nahrungsergänzungsmittel und Supplemente wurden bereits in vielen Studien untersucht, allerdings mit unterschiedlichen Ergebnissen.

Es scheint, dass die Qualität eine entscheidende Rolle bei der Wirksamkeit spielt. So setzen namhafte Player der Branche auf die Wissenschaft. Naturheilkunde sollte nicht der Ersatz schulmedizinischer Behandlungen sein, sondern eine Ergänzung. Das spricht für Seriosität.

Schulmedizin und Naturheilkunde – nicht gegeneinander, sondern miteinander

Einer der größten Gedankenfehler der heutigen Zeit ist, Naturheilkunde und Homöopathie auf eine Stufe zu stellen. Die Einnahme von Globuli steht in der Schulmedizin unter keinem guten Stern, da es keine wissenschaftlichen Belege für deren Wirksamkeit gibt. Anders sieht es in der Naturheilkunde aus. Nachweislich gibt es zahlreiche Ansätze, die wirksam und in die moderne Schulmedizin mit eingebunden sind.

Wer den Begriff „Naturmedizin“ hört, denkt schnell an schamanische Rituale und Heilkräutermixturen. Dahinter verstecken sich allerdings sehr viel mehr Behandlungsansätze, die in großen Praxen, renommierten Kliniken und vielen medizinischen Bereichen zum Einsatz kommen. Hier eine kleine Übersicht:

  • Ernährungstherapie: Übergewicht ist eine Volkskrankheit, die gefährliche Folgen für die Gesundheit nach sich zieht. Die Ernährungsmedizin gehört primär zu den Naturheilverfahren. Von der Blutdrucksenkung bis zur Reduktion des Diabetes-Risikos, kann eine Veränderung der Ernährung vieles bewirken.
  • Thermotherapien: Der Einsatz von Wärme gehört ebenfalls zu den natürlichen Heilmethoden und wird vor allem in der Sportmedizin schon lange eingesetzt. Wärme stärkt die Durchblutung und kann auf diese Weise Schmerzen regulieren und den Abbau von Entzündungen beschleunigen. Auch Kälte wird im Rahmen von Thermotherapien eingesetzt, zum Beispiel zur Reduktion von Schwellungen oder Linderung von Schmerzen und Verspannungen.
  • Bewegungstherapie: Sport und körperliche Bewegung sind, wie der Abbau von Übergewicht, maßgeblich für ein gesundes Herz-Kreislauf-System. Auch dieser Behandlungsansatz wird als „ganzheitlich“ und natürlich bezeichnet. Er basiert nicht auf der Einnahme synthetischer
  • Phytotherapie: Diese Therapieform beschäftigt sich mit der Einnahme von Supplementen und Pflanzenextrakten, um deren Wirkung auf den Körper zu nutzen. Typische Substanzen sind hier unter anderem Johanniskraut, grüner Tee, Kamille und vieles mehr. Diese Wirkstoffe der Natur sind seit Jahrhunderten im Einsatz und wurden in Studien bereits als wirksam bestätigt.

Gegner der Naturheilkunde ignorieren diese Fakten allerdings. Bei beliebten Hausmitteln wie Kamille wurde beispielsweise eine antientzündliche Wirkung nachgewiesen und damit ist der Einsatz eine gute Ergänzung zur klassischen Schulmedizin. Das Zusammenspiel etablierter medizinischer Verfahren mit den Möglichkeiten der Natur erhöht die Effizienz bei Behandlungen. Gefährlich wird der Ansatz erst, wenn Menschen klassische Medizin verweigern und ausschließlich auf Naturheilkunde zurückgreifen.

Mehr als 70.000 Pflanzenarten in der Naturmedizin bekannt

Noch vor einigen Jahrhunderten waren die Menschen bei der Behandlung von Krankheiten auf den Einsatz von Kräutern und Naturmedizin angewiesen. Es ist unbestreitbar, dass die Entwicklung der heutigen Schulmedizin maßgeblich an der Steigerung der Lebenserwartung beteiligt ist. Das streitet aber nicht ab, dass hinter den Bestandteilen der Phytotherapie ein wirkungsvoller Ansatz steht.

Dabei wird heute zwischen zwei Bereichen unterschieden: Einerseits gibt es die traditionelle Naturheilkunde, deren Wissen ausschließlich aus Überlieferungen und Erzählungen besteht. Die rationale Phytotherapie nutzt dieses Wissen auch, setzt aber gleichzeitig auf Naturwissenschaften und Forschung. Für viele Kräuter wurde die Wirksamkeit mittlerweile offiziell anerkannt und es gilt nicht mehr als „Hokus Pokus“, sie bei Erkrankungen einzusetzen.

Supplemente immer beliebter – wie wirksam ist Nahrungsergänzung?

Schon im Mittelalter war die Bedeutung der Ernährung für die eigene Gesundheit bekannt. Heute setzen immer mehr Menschen auf die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, um ihrem Körper wichtige Bausteine für ihre Gesundheit zu liefern.

Tatsächlich kann ein Mangel bestimmter Mineralstoffe, Vitamine oder Spurenelemente erhebliche gesundheitliche Folgen haben. So ist ein Vitamin-D-Mangel beispielsweise mit Gefahren für die Knochengesundheit verbunden, wohingegen ein Vitamin-B12-Mangel das Nervensystem schädigen kann.

Bei nachgewiesenen Mängeln ist die Supplementierung nicht nur sinnvoll, sondern sogar wichtig für die Gesundheit. In der klassischen Medizin werden solche Mangelerscheinungen oft nicht ausreichend berücksichtigt. Obwohl bekannt ist, dass z.B. Omega-3-Fettsäuren für die Herz-Kreislauf-Gesundheit von entscheidender Bedeutung sind, wird darauf nur wenig eingegangen.

Immer mehr Menschen greifen zu Supplementen

Das wachsende Wissen in der Bevölkerung hat dazu geführt, dass mehr Menschen selbständig auf sich und ihre Gesundheit achten. Der Griff zu Supplementen kann förderlich sein – vorausgesetzt, sie werden nicht wahllos konsumiert. Die Einnahme von Vitamin-D beispielsweise ist bei einem bestehenden Mangel durchaus sinnvoll, kann bei einem ausreichenden Spiegel aber zu Problemen führen.

Unter der Voraussetzung, dass Supplemente nicht als Ersatz klassischer Medizin, sondern als Ergänzung bei ernsthaft bestehendem Bedarf gesehen werden, sind sie sogar ein wichtiger Bestandteil der menschlichen Gesundheit.

Fazit: Naturheilkunde funktioniert in der Synergie mit Schulmedizin

Heutzutage darf es nicht mehr heißen: Entweder Internist:in oder Heilpraktiker:in. Um die vorhandene Kraft der Natur zu nutzen, ist es hilfreich, auf ein Zusammenspiel beider Bereiche zu setzen.

Denn letztlich ist auch die Schulmedizin oft ein Teil der Natur. Morphium beispielsweise wird aus dem Saft des Schlafmohns gewonnen. Naturheilkunde kann also gut in der Synergie mit Schulmedizin funktionieren, da sie sich beide hervorragend und sinnvoll ergänzen.

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