Gesund, heilsam oder zuckersüß? 9 Fakten über Honig

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Zuviel Zucker ist ungesund. Das lernen wir bereits als Kinder. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sprechen sich für einen möglichst geringen Verzehr des weißen Golds aus. Zucker sollte ihrer Empfehlung nach weniger als zehn Prozent der gesamten Energiezufuhr ausmachen. Wussten Sie, dass das auch für Honig gilt? Honig hat ein wesentlich besseres Image als Zucker. Kein Wunder also, dass die meisten überrascht sind, dass der goldgelbe süße Saft ungesund sein kann. Diese neun Fakten verschaffen Durchblick:

1. Honig besteht aus Zuckern

Ähnlich wie Haushaltszucker besteht auch Bienenhonig zum größten Teil aus Glucose (Traubenzucker) und Fructose (Fruchtzucker). Die übrigen 20 Prozent bestehen aus Wasser.

2. Honig ist schlecht für die Zähne

Aufgrund des hohen Glucose- und Fructoseanteils wirkt Honig kariesfördernd. Da er zudem noch besser an den Zähnen klebt, ist er insgesamt schädlicher für die Zahngesundheit als weißer und brauner Zucker.

3. Honig kann entzündungshemmend wirken

Vorausgesetzt er wird nicht über 40° C erhitzt, enthält Honig tatsächlich Wirkstoffe, die entzündungshemmend sein können. Zu der „Inhibinen“ genannten Wirkstoffgruppe zählen Enzyme, Harze und Flavonoide.

4. Honig hat weniger Kalorien als Zucker

Die gute Nachricht ist: Ja, Honig enthält tatsächlich weniger Kalorien als Zucker. Da er aber, und nun kommen wir zur schlechten Nachricht, sehr appetitanregend wirken kann, unterstützt er das Abnehmen nur bedingt.

5. Honig enthält Antioxidantien

Antioxidantien sind nicht umsonst beliebt, denn ihnen wird eine vorbeugende Wirkung bei Schlaganfällen, Herzinfarkten oder Krebserkrankungen nachgesagt. Doch damit nicht genug: Offenbar sind sie in der Lage hohen Blutdruck zu senken und die Sehkraft zu unterstützen. Wahre Helden eben. Langzeitstudien am Menschen, die das belegen könnten, gibt es jedoch nicht.  

6. Honig unterstützt die Wundheilung

Tatsächlich mit Studien belegt ist eine heilförderliche Wirkung bei äußerlicher Anwendung zur Behandlung von Brandwunden. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass Honig entzündete Operationswunden und Verbrennungen zweiten Grades schneller wirkte als übliche Behandlungsformen.

7. Honig lindert Erkältungssymptome

Ein wenig Honig im Hustentee und schon ist es besser. Eltern lieben diesen Trick. In der Tat ist Honig meist in der Lage akuten Reizhusten zu lindern. Allerdings sollte auch hier darauf geachtet werden, dass der Tee nicht zu heiß ist, um die heilenden Enzyme zu erhalten. Die Symptome können gelindert und der Schlaf unterstützt werden. Beides hilft beim Gesundwerden.

ACHTUNG: Kinder unter einem Jahr sollten keinen Honig zu sich nehmen, da es sich um ein unbehandeltes Rohprodukt handelt, dass zu einer Lebensmittelvergiftung (Botulismus) führen kann.

8. Bio-Honig ist nicht gleich Bio-Honig

Bio-Produkte müssen strenge Auflagen erfüllen. Im Falle von Honig lautet die berechtigte Frage jedoch: Woher weiß die Biene denn, dass sie Bio ist? Die Antwort ist simpel: Sie weiß es nicht. Daher ist es auch nicht möglich hundertprozentig zu gewährleisten, dass nur Bio-Blüten angeflogen werden. Zu den Auflagen gehört jedoch auch ein großer Schädlingsmittel-freier Umkreis rund um den Standort des Bienenstocks. Das sorgt für einen überwiegend ökologischen Pflanzenanteil.

9. Honig kann schädliche Inhaltsstoffe haben

Kürzlich bewegte die Nachricht eines Brandenburger Imkers die Medienlandschaft, der tonnenweise Honig vernichten musste. Der Grund: Der Bienensaft war mit Glyphosat verseucht. Der Betrieb musste schließen. Verantwortlich dafür war wohl ein angrenzender Acker eines Landwirts, der das Pflanzengift ausgebracht hatte. Neben Glyphosat kann Honig zudem Mikroplastik und sogenannte Pyrrolizidinalkoide enthalten. Dabei handelt es sich um natürliche Pflanzengifte.