Dunkelfelddiagnostik: Was sagt Ihr Blut über Ihre Gesundheit aus?

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Ihr Blut spielt in der Medizin eine wichtige Rolle. Als Transportsystem des Körpers lässt es allerlei Rückschlüsse auf Ihre Gesundheit zu. Die Dunkelfelddiagnostik macht sich das als Teil der Naturheilkunde zunutze. Anhand eines einzigen Tropfen Blutes können viele Störungen erkannt und im Anschluss behandelt werden. Das besondere dabei: Sie als Patient können bei der Untersuchung zusehen und so alle Schritte nachvollziehen.

Was ist die Dunkelfelddiagnostik?

Grundlage für die Dunkelfelddiagnostik ist die sogenannte Dunkelfeldmikroskopie. Dabei wird ein Objekt unter dem Mikroskop vor einem dunklen Hintergrund stark beleuchtet. Der große Kontrast ermöglicht es, Details genauer zu erkennen. Prof. Enderlein, der Erfinder der Dunkelfelddiagnostik, nutzte diese Technik, um das menschliche Blut zu untersuchen. Ein Tropfen aus dem Finger oder dem Ohrläppchen genügt, um zahlreiche Schlussfolgerungen über die Gesundheit zu ziehen, so seine Theorie.

Ein erfahrener Naturheilkundler kann unter dem Dunkelfeldmikroskop etwa die Zusammensetzung des Blutes, den Zustand der Blutkörperchen oder Mikroorganismen wie Pilze, Bakterien und Viren beobachten. Dafür wird das Blut direkt nach der Entnahme untersucht. Sie als Patientin oder Patient können das an einem Bildschirm mitverfolgen. Oft wird die Probe zudem weitere 24 Stunden oder auch länger beobachtet, bis zum Absterben der Blutzellen. Aus der Zeitspanne können weitere Rückschlüsse gezogen werden.

Wann ist die Dunkelfelddiagnostik sinnvoll?

Die Ergebnisse der Dunkelfelddiagnostik umfassen die unterschiedlichsten Gesundheitszustände. Sie können etwa auf einen Flüssigkeitsmangel, Übersäuerung oder eine falsche Ernährung hinweisen. Daneben sind aber auch Erkrankungen durch Viren, Pilze oder Bakterien, Stoffwechselstörungen oder eine Krebserkrankung möglich.

Allerdings gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass die Dunkelfelddiagnostik wirklich eindeutige Ergebnisse liefert. Eine Veröffentlichung der Universität Gießen legt zudem nahe, dass sie zur Krebsfrüherkennung nicht geeignet ist. In ihrem Versuch konnte ein erfahrener Heilpraktiker lediglich drei von zwölf Krebserkrankungen im Frühstadium feststellen.

Mediziner weißen deshalb daraufhin, die Dunkelfelddiagnostik immer mit weiteren Untersuchungen bestätigen zu lassen. Insbesondere, wenn das Ergebnis die Einnahme von Medikamenten erfordert.