Corporate Identity für Ärzte – 3 Säulen für Ihr Praxismarketing

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Frau Bauer hat Zahnschmerzen und beschließt zum Zahnarzt zu gehen. Sie kann sich frei für eine Praxis entscheiden. Die Suche ergibt eine riesige Auswahl- welche Praxis ist die richtige? Welches Kriterium ist letztlich verantwortlich für die Entscheidung der Patientin? Viele ÄrztInnen aller Fachrichtungen vermuten die Kompetenz oder Leistungsausstattung als Merkmal. Tatsächlich ist aber das eigene, subjektive Gefühl vorherrschend, welches beim Betreten der Praxis entsteht, dem Kontakt mit den MitarbeiterInnen, dem BehandlerIn oder dem Besuch auf der Website. Motivierte MTA’s, eine gepflegte Praxis mit ansprechendem Ambiente – viele Faktoren beeinflussen Ihren Außenauftritt.

Die entscheidende Rolle spielt dabei die „Corporate Identity“, die Identität der Praxis. Sie gibt Ihrem Unternehmen eine Eigenschaft, durch welche es eindeutig identifiziert werden kann. Dabei baut sie auf drei Säulen:

    Corporate Design                     Corporate Behaviour                          Corporate Communication

Die Corporate Identity macht Ihre Praxis für Patienten greifbarer. Sie ist in der Lage eine Vertrauensbasis zu schaffen, was besonders für AngstpatientInnen hilfreich sein kann. Eine stringent durchdachte Identität gibt Ihnen die Möglichkeit, sich von anderen ähnlichen Praxen zu unterscheiden und im Idealfall sogar das Corporate Image Ihrer Praxis zu beeinflussen. Das Corporate Image zeigt, wie die Praxis von außen wahrgenommen wird. Die Unternehmenspräsentation sollte daher ernst genommen werden, um nicht unprofessionell zu wirken. Die meisten ÄrztInnen setzen dabei auf Profis wie Agenturen oder Druckereien, die in enger Zusammenarbeit Konzepte entwickeln.

Die Praxisphilosophie – der erste Schritt zur Corporate Identity

Grundsätzlicher Bestandteil einer Praxis ist die Praxisphilosophie. Diese sollte die wichtigsten Ziele und Grundsätze für das gemeinschaftliche Arbeiten und die Behandlung der PatientInnen wiedergeben. Ist sie einmal entwickelt und verinnerlicht, trägt sie Ihre Werte nach außen und macht Sie als Praxis unverwechselbar. Obgleich es natürlich an Ihnen hängt Maßgebliches zu formulieren, sollten Sie Ihr Team in die Entwicklung miteinbeziehen. So finden sich alle in der Philosophie wieder. Beachten Sie, dass sie schriftlich festgehalten und allen Praxisangehörigen zur Verfügung gestellt werden sollte.

Corporate Design

Die erste Säule namens Corporate Design steht für alle Elemente mittels derer sich Ihre Praxis nach außen präsentiert.

Dazu gehören:

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In der Innenraumgestaltung spricht ein Corporate Design meist für sich selbst. Ein eher modern gehaltenes Konzept kann den Fokus auf eine hervorragende technische Ausstattung legen, während viel verbautes Holz eine warme Atmosphäre schafft. Hier sollten sich die Farben des Corporate Designs akzentuiert wiederfinden.

Ihr Logo – das Herz des Corporate Designs

Die Bedeutung des Logos für Ihr Corporate Design ist sicherlich klar. Es fungiert gewissermaßen als eine Art Pseudonym für Ihre Praxis und Sie als BehandlerIn. Ihrer Kreativität hinsichtlich des Logos sind erst mal keine Grenzen gesetzt, vorausgesetzt Sie halten sich an diese drei Regeln:

  • Verständlichkeit

Bedenken Sie beim Entwickeln des Logos die Verständlichkeit für die PatientInnen. Diese sollten dank eines hohen Wiedererkennungswerts in der Lage sein, sich das Design leicht merken zu können. Deshalb sollte die verwendete Symbolik unmissverständlich sein. Dafür empfiehlt sich besonders etwas aus Ihrem Beruf oder Ihre Initialen.

  • Einprägsamkeit

SIMPLE and CLEAR: Eine übermäßige Fülle an Farben und Formen sollte vermieden werden. Achten Sie daher auf eine klare und einfache Struktur.

  • Reproduzierbarkeit

Während dem Entwerfen Ihres Logos sollten Sie bedenken, dass es unter Umständen auch in einer schwarz-weißen Druckversion wirken soll. Dies gilt auch für andere Materialien wie Stoffe oder die Inneneinrichtung.

Das Logo sollte konsequent für alle Unternehmensauftritte, sei es offline oder online, verwendet werden.

Website

Es gibt noch Praxen ohne eigene Website, spätestens seit der Corona-Pandemie haben die meisten ÄrztInnen jedoch den Wert einer Homepage für sich erkannt. Damit ist eine gut gemachte Seite gemeint, welche nicht zu lange lädt, eine leicht verständliche Seitenstruktur hat und die das Corporate Design besitzt. Verschiedene Elemente der Seite wie das Banner oder das Menü tragen damit Ihre Corporate Identity nach außen und sorgen für Wiedererkennungswert.

Corporate Behaviour

Das „Corporate Behaviour“ beschreibt das Verhalten aller MitarbeiterInnen eines Unternehmens nach innen und außen. Vor allem größere Firmen profitieren von dieser Leitlinie. Doch auch eine Arztpraxis kann sich so abstimmen und als zweite Säule der Corporate Identity festlegen, welche Werte und Verhaltensweise ihren Kontakt mit anderen prägen soll.

So legen viele besonderen Wert auf Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Respekt oder andere Tugenden. Sie gelten für alle Personen, mit denen gesprochen wird wie KollegInnen, PatientInnen oder dem Gebäudemanagement.

Corporate Communication

Die dritte und letzte Säule namens „Corporate Communication“ steht für die Kommunikation aller MitarbeiterInnen sowohl intern als auch extern. Ein Teil davon sind etwa einheitliche Regelungen hinsichtlich der Sprache in Form von Phrasen für die Terminvergabe oder Telefonate. Manche ÄrztInnen setzen dabei zusätzlich auf Broschüren, die einerseits Informationen für PatientInnen bündeln und andererseits eine Leitlinie für das Personal darstellen.

Für Ihre interne Kommunikation könnte Corporate Communication bedeuten, dass alle Praxisangehörigen stets auf aktuellem Stand hinsichtlich Neuigkeiten rund um ihre Arbeit sind und einen respektvollen und freundlichen Umgang miteinander pflegen.