Hochwertige Bilder: 3 technische Details sind für gute Qualität entscheidend

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Die einen mögen es bunt und farbenfroh, die anderen lieber schlicht und elegant: Bilder für das Praxismarketing sind Geschmacksache. Doch egal, für welchen Stil Sie sich entscheiden, wichtig ist vor allem die Qualität.

Ein hochwertiges Bild, das weder verwackelt noch unscharf ist, entscheidet über den ersten positiven Eindruck Ihrer Praxis. Bei der Auswahl geben sich Ärzte und Praxismanager deshalb besonders viel Mühe. In Zeiten der digitalen Fotografie sollten sie zudem an die technischen Voraussetzungen denken.

Die Bildgröße

Bei einem Bild, das vor Ihnen liegt, können Sie die Größe klar erkennen. Ein digitales Foto macht es Ihnen nicht ganz so leicht. Oft wird es verkleinert dargestellt, damit es auf dem Bildschirm gut zu sehen ist. Zudem können Sie auch hineinzoomen, um Details näher heranzuholen.

Für die Größe von digitalen Bildern gibt es deshalb zwei wichtige Maßeinheiten:

dpi oder dpp

Die Abkürzung dpi steht für „dots per inch“, also wie viele Punkte auf einem Inch des Bildes dargestellt werden. Damit bestimmt sie auch die Qualität, denn je mehr Punkte pro Inch desto mehr Details können wir erkennen. Bei Bildschirmen sprechen Experten manchmal auch von „dots per pixel“, kurz dpp, womit aber dasselbe gemeint ist.

Wie viel dpi ein Bild haben sollte, hängt davon ab, wofür es gedacht ist:

Computer, Tablet oder Smartphone: 72 dpi
Ein durchschnittlicher Bildschirm kann nur 72 dpi anzeigen. Möchten Sie ein Bild im Internet verwenden, reicht diese Zahl also aus.

Tageszeitung: 120 dpi

Magazin: 300 dpi

Vorsicht: In vielen Bildbearbeitungsprogrammen können Sie die dpi Zahl nachträglich nach oben korrigieren. In diesem Fall kopiert der Computer aber nur die angrenzenden „dots“, was die Qualität nicht verbessert. Benötigen Sie mehr dpi, müssen Sie das direkt an der Kamera einstellen oder ein anderes Gerät verwenden.

Pixel

Die Pixel geben die Breite und die Höhe eines Bildes an. Natürlich könnten Sie diese auch in cm festlegen, doch Pixel haben eine Besonderheit: Sie haben keine feste Größe, sondern werden je nach Ausgabegerät – Drucker, Computer-Bildschirm, Handy – angepasst. So haben die Bilder überall die gleiche Qualität. Bearbeiten Sie ein Bild an Ihrem Computer, werden alle Größenangaben deshalb automatisch in Pixel umgerechnet.

Vorsicht: Auch bei der Breite und der Höhe eines Bildes gilt: Kleiner machen ist kein Problem, Sie sollten das Foto aber nicht vergrößern, da sonst sehr schnell die Qualität leidet.

Die richtige Dateigröße für hochwertige Bilder

Ein Bild mit der größtmöglichen dpi-Zahl und den meisten Pixeln hat die beste Qualität, es braucht aber auch viel Speicherplatz. Das macht es schwierig, es der Druckerei, dem Praxismarketingmanager oder einem Freund zu schicken. Außerdem kann es nicht überall hochgeladen werden und verlängert die Ladezeit Ihrer Website. Deshalb ist es manchmal nötig, die Dateigröße und damit auch die Qualität zu reduzieren.

Dabei sollten Sie sich vor allem am Zweck für die Bilder orientieren und – falls möglich – nachfragen. Webmaster, Praxismarketingspezialisten und Druckereien wissen am besten, welche Dateigröße und Qualität sie benötigen. Ansonsten gilt:

Für Printprodukte wie Visitenkarten, Praxisbroschüren oder Magazinbeiträge sollte die Qualität Ihrer Bilder so gut wie möglich sein. Damit Sie diese dennoch verschicken können, bietet es sich an, Sie in einer Cloud hochzuladen, einen Sharing-Dienst zu nutzen oder auch eine Zip-Datei zu erstellen.

Für Ihre Website und andere Portale im Internet empfiehlt es sich, 150 KB nicht zu überschreiten. Dafür können Sie zum Beispiel die dpi oder die Pixel verkleinern. Reicht das nicht aus, bieten gängige Bildbearbeitungsprogramme außerdem an, die Qualität zu reduzieren, etwa wenn Sie das Dateiformat anpassen.

Vorsicht: Beim Ändern der Dateigröße sollten Sie immer auch eine Kopie erstellen. So behält das Original die größtmögliche Qualität und kann in der Zukunft noch für andere Zwecke benutzt werden, etwa für eine Praxisbroschüre.

Das Dateiformat

Ob doc, gif oder png, den Dateiendungen schenken wir selten Beachtung. Dabei ist ein PDF in der Druckerei sehr viel lieber gesehen als ein jpg, bei dem schon durch das Speichern Qualität verloren geht. Einige Dateiformate können zudem nur mit speziellen Programmen geöffnet werden, die der Empfänger dann natürlich auch benötigt. Sie können das Format Ihres Bildes dagegen ganz einfach anpassen. In allen gängigen Bildbearbeitungsprogrammen können Sie das gewünschte Format beim Speichern oder Exportieren auswählen – je nach Verwendungszweck:

Hintergrundgrafiken, unbearbeitete Bilder: jpg

Layout Grafiken (Bilder mit Text, Collagen) und Bilder mit transparentem Hintergrund (Logo): png

 Druckvorlagen (Broschüren, Visitenkarten): pdf

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